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Der WM-Pokal im Fußball Bild: Reuters

Machbarkeitsstudie beschlossen : Fifa-Kongress wagt Vorstoß für eine WM alle zwei Jahre

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Findet die Fußball-Weltmeisterschaft bald alle zwei Jahre statt? Die Mitgliedsverbände der Fifa jedenfalls forcieren eine entsprechende Veränderung und beauftragten eine Machbarkeitsstudie. Fifa-Präsident Gianni Infantino zeigte sich offen dafür.

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          Fußball-Weltmeisterschaften könnten bei Männern und Frauen künftig womöglich alle zwei Jahre stattfinden. 166 der 209 Mitgliedsverbände stimmten im Rahmen des 71. Kongresses des Fußball-Weltverbandes FIFA für die Umsetzung einer entsprechenden Machbarkeitsstudie. Lediglich 22 Mitgliedsnationen stimmten gegen den Antrag von Saudi-Arabien. Damit öffnete der Kongress eine erste kleine Tür zur Veränderung des WM-Rhythmus.

          „Wir glauben, dass die Zukunft des Fußballs vor einer kritischen Gabelung steht“, sagte Yasser al-Misehal, Präsident des saudi-arabischen Fußballverbandes: „Es ist Zeit zu betrachten, was das Beste für die Zukunft unseres Sports ist.“ Mit Ausnahme einer längeren Pause während des Zweiten Weltkriegs fand die Weltmeisterschaft bislang immer alle vier Jahre statt. Eine Änderung müsste letztlich das FIFA-Council beschließen.

          „Es ist aktuell noch egal, was ich denke. Was zählt, sind die Ergebnisse der Studie“, sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino. Es gehe darum, Nationalteams die Chance auf Titel zu geben. „Klubs haben die Möglichkeit, jedes Jahr fünf, sechs Titel zu gewinnen. Jedes Nationalteam kann das nur alle vier Jahre. Wenn du einmal nicht dabei bist, ist das sehr tragisch bei dieser geringen Häufigkeit“, führte er aus.

          Generell müsse diese Diskussion in größerem Kontext gesehen werde, im internationalen Spielkalender dürfe es deswegen keine Tabuthemen geben. „Wir haben ein weißes Blatt Papier und sind offen für alle Ansichten und Meinungen, wie wir den Spielkalender besser machen können. Vielleicht können wir es auch nicht, aber wir müssen es versuchen. Wir müssen offen sein“, sagte der 51-Jährige.

          Mehr Weltmeisterschaften würden naturgemäß auch mehr Geld bringen. Doch dies sei kein Hauptfaktor bei den Plänen, so Infantino: „Wir werden es diskutieren und dabei sportliche Gesichtspunkte in den Vordergrund stellen, nicht wirtschaftliche. Wir werden sehen, ob es der Welt hilft.“

          Der Schweizer äußerte sich außerdem zur Führungskrise des Deutschen Fußball-Bundes; er nimmt diese mit Sorge wahr. „Natürlich verfolgen wir, was in Deutschland passiert, natürlich sind wir nicht glücklich darüber.“ Es scheine, als würde der DFB „nicht mehr zur Ruhe“ kommen. „Vielleicht wäre es mal ganz gut, wenn man eine wirkliche Wahl des Präsidenten haben würde“, sagte Infantino. Der DFB ist der größte Nationalverband der FIFA. Am vergangenen Montag war Fritz Keller als dritter DFB-Chef seit 2015 wegen eigenen Fehlverhaltens zurückgetreten.

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