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Fifa : Europarat fordert Überprüfung der Blatter-Wahl

  • Aktualisiert am

Bild: dapd

Der Europarat hat die Fifa aufgefordert, die Wahl ihres Präsidenten Joseph Blatter zu untersuchen. Zudem soll Sportbetrug nach den Vorstellungen aus Straßburg als Straftat gewertet werden.

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          Der Europarat in Straßburg fordert eine interne Untersuchung beim Internationalen Fußball-Verband (Fifa) zur Wiederwahl des Präsidenten Joseph Blatter. Das gab die Organisation am Mittwoch in einer Meldung bekannt. Dort heißt es, dass die zuständige Kommission für Kultur, Wissenschaft, Bildung und Medien der Parlamentarischen Versammlung des Europarates eine Antwort erwartet, ob sich der amtierende Präsident im Wahlkampf einen „unfairen Vorteil“ gegenüber seinem Konkurrenten verschafft habe.

          Das monatelange Werben um die Stimmen endete in einer unschönen Schlammschlacht zwischen den beiden Gegenspielern. Blatter war im vergangenen Juni auf dem umstrittenen Wahlkongress in Zürich als einziger Kandidat angetreten und in seiner Position bestätigt worden, während sein Gegner, Mohamed Bin Hammam aus Qatar, aufgrund von Korruptionsvorwürfen seine Kandidatur zurückgezogen hatte.

          Sportbetrug soll Straftat werden

          Unterdessen hat der Europarat dem Wettbetrug im Fußball den Kampf angesagt. Gefordert wird von ihm ein europaweites Gesetz, um Manipulationen von Spielen einzudämmen und illegale Wetten zu verbieten. Gefordert wird, dass Betrug beim Sport in Zukunft als Straftat deklariert werden soll.

          Zudem wurde die Fifa vom Europarat aufgefordert, die „verschiedenen Skandale aufzuklären, die in den letzten Jahren das Ansehen der Fifa und des internationalen Fußballs beschädigt haben“. Die Mitglieder des Ausschusses verlangen besonders, dass die Befugnisse der Ethikkommission der Fifa „beträchtlich erweitert“ werden sollten.

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