https://www.faz.net/-gtl-89apv

Fifa-Ethikkommission : Beckenbauer darf auf milde Strafe hoffen

  • Aktualisiert am

Franz Beckenbauer Bild: Reuters

Die Fifa-Ethikkommission hat Franz Beckenbauer angeklagt. Eine harte Strafe muss der „Kaiser“ aber wohl nicht befürchten, nachdem der Grund für die Anklage bekannt wird.

          1 Min.

          Franz Beckenbauer muss sich vor der Fifa-Ethikkommission wegen mangelnder Zusammenarbeit verantworten und darf somit auf eine eher milde Strafe hoffen. Es gehe bei dem Verfahren gegen die deutsche Fußball-Legende um die „Frage der Kooperation mit der Ethikkommission“, teilte die rechtsprechende Kammer des Weltverbands-Gremiums der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag mit.

          Zum möglichen Strafmaß könne man derzeit keine Angaben machen. Über den genauen Grund für die Anklage durch die Untersuchungskammer hatte die Ethikkommission am Mittwoch nichts verlauten lassen. Mangelnde Kooperation ist die niedrigste Stufe bei den Vergehen gegen den Ethikcode. Da offenbar kein eigenes strafbares Vergehen im direkten Zusammenhang mit den WM-Vergaben 2018 und 2022 vorliegt, wäre auch eine Geldstrafe denkbar.

          Beckenbauer hatte wie alle Mitglieder des Fifa-Exekutivkomitees, die im Dezember 2010 bei der WM-Vergabe an Russland 2018 und Qatar 2022 beteiligt gewesen waren, vor der Ethikkommission aussagen müssen. Er verweigerte dies zunächst und begründete dies mit Verständnisschwierigkeiten der auf „Juristen-Englisch“ formulierten Fragen. Daraufhin wurde er im Sommer 2014 provisorisch für 90 Tage für alle Fußball-Aktivitäten gesperrt. Nach seiner danach erfolgten Aussage wurde der Bann aufgehoben, die Ermittlungen liefen weiter.

          Um Interessenkonflikte zu vermeiden, wird nicht der deutsche Richter Hans-Joachim Eckert als Vorsitzender der rechtsprechenden Kammer das Urteil fällen. „Die Zusammensetzung der rechtsprechenden Kammer ist noch nicht abgeschlossen“, teilte die Ethikkommission mit.

          Pressekonferenz : DFB-Präsident Niersbach erklärt Zahlung an Fifa

          Weitere Themen

          „Alle sind etwas wert“

          Werte-Stiftung ehrt Sportler : „Alle sind etwas wert“

          Wofür setzen sie sich ein, was treibt sie an? Denise Schindler, Timo Boll und Erik Pfannmöller erhalten für ihr Engagement die Werte-Preise der Werte-Stiftung – und bescheren dem Abend eindrucksvolle Momente.

          Topmeldungen

          Joe Biden am Dienstag in New York

          Rede vor den UN : Für Biden dreht sich alles um China

          Der amerikanische Präsident Joe Biden verspricht in seiner ersten Rede vor der UN-Vollversammlung, nur noch in Bündnissen zu handeln. China nennt er nicht beim Namen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.