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Corona-Sonderregel : Fifa erlaubt vorübergehend fünf Auswechslungen

Maximum ausgeschöpft: Beim BVB wechselte Thomas Tuchel einmal in Frankfurt auf einen Schlag dreifach. In der Corona-Krise dürfte er fünf Mal tauschen. Bild: Picture-Alliance

Viele Trainer fordern seit Jahren mehr Wechselmöglichkeiten. Die Corona-Krise sorgt nun tatsächlich für eine Regeländerung. Zumindest vorübergehend sind fünf Wechsel gestattet.

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          Bei Fußballspielen sind künftig wegen der Corona-Krise fünf statt bisher drei Auswechslungen möglich. Diese Form der Soforthilfe zum Schutz der Spieler gab der Internationale Fußballverband (Fifa) am Freitag nach einem Beschluss der Regelhüter vom International Football Association Board (Ifab) bekannt. Die Fifa hatte diese – vorübergehende – Änderung im Regelwerk beantragt, um die zusätzlichen Belastungen abzufedern, die auf die Profis zukommen könnten. „Diese sofortige vorübergehende Änderung wurde eingeführt, da ein dicht gedrängter Kalender und Spiele bei mitunter großer Hitze drohen, was sich beides auf das Wohl der Spieler auswirken könnte“, teilte die Fifa mit.

          Den Verbänden und Ligen wurde freigestellt, diese Novelle zu übernehmen. Damit also die Bundesliga in den Genuss der Sonderregelung kommt, wenn sie am 16. Mai als weltweit erste der großen Profiligen den Spielbetrieb wieder aufnimmt, müssen die Vereine noch zustimmen. Christian Seifert, der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL), hatte nach der außerordentlichen Mitgliederversammlung der 36 Profiklubs aus erster und zweiter Liga am Donnerstag mit dem Verweis auf die anstehende Entscheidung des Ifab angekündigt, dass das „kurzfristig“ geschehen werde.

          Die fünf Auswechslungen dürfen nicht völlig frei über die Spieldauer verteilt werden. Während der regulären Spielzeit stehen jedem Team drei Gelegenheiten für Wechsel zur Verfügung. Diese Klausel hat das Ifab eingebaut, um den Spielfluss nicht übermäßig zu stören. Zusätzlich darf auch während der Halbzeitpause gewechselt werden. Vorerst gilt die Regelung für alle Wettbewerbe, die bis zum 31. Dezember 2020 abgeschlossen werden, unabhängig davon, ob sie bereits begonnen haben. Ob sie über diesen Stichtag hinaus ausgeweitet wird, wollen Ifab und Fifa zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.

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