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Nordkorea gegen Südkorea : Infantino nach Bruder-Duell „enttäuscht“

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Viel ist nicht bekannt: Mehr als Fotos vom 0:0 vor leeren Rängen gibt es bislang nicht. Bild: Reuters

Viel ist nicht bekannt vom Bruderduell Nordkorea gegen Südkorea. Erst in den kommenden Tagen soll es eine DVD geben. Fifa-Präsident Gianni Infantino zeigt sich verärgert.

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          Fifa-Präsident Gianni Infantino hat sich nach dem historischen koreanischen Fußball-Duell in der WM-Qualifikation „enttäuscht“ über die leeren Ränge im 50.000 Zuschauer fassenden Kim-Il-Sung-Stadion in Pjöngjang gezeigt. „Ich hatte ein volles Stadion erwartet, war aber enttäuscht, leere Ränge ohne Fans zu sehen“, sagte der Schweizer nach dem 0:0 in der nordkoreanischen Hauptstadt.

          Doch damit nicht genug. „Wir waren nicht nur davon überrascht, sondern auch von einigen anderen Angelegenheiten wie der fehlenden Live-Übertragung sowie den Problemen mit den Visa und dem Zugang für ausländische Journalisten. Ausländische Medien waren für das erste Aufeinandertreffen der beiden Teams in Nordkorea nicht zugelassen, südkoreanische Fans durften nicht anreisen.

          „Für uns sind Freiheit der Presse und Freiheit der Rede von höchster Bedeutung“, sagte Infantino, räumte aber ein: „Auf der anderen Seite ist es wohl naiv zu glauben, dass man die Welt von einer Minute auf die andere verändern kann.“ Man werde aber weiterhin versuchen, „positiven Einfluss in Korea zu nehmen“.

          Über den Spielverlauf ist daher bislang kaum etwas bekannt. Mehr Eindrücke können südkoreanische Fans erst in wenigen Tagen erwarten, wenn ihre Auswahlspieler Videoaufnahmen der Partie erhalten haben sollen. Nordkorea hatte angeblich versprochen, eine DVD mit dem kompletten Bildmaterial des Spiels zu liefern.

          Die Bruderstaaten befinden sich seit dem Koreakrieg (1950-1953) völkerrechtlich im Kriegszustand und ringen nach wie vor um eine politische Annäherung. Zuletzt belasteten nordkoreanische Waffentests erneut das Verhältnis auf der koreanischen Halbinsel. Auch die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump, der Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un schon mehrmals persönlich getroffen hatte, brachten bislang nicht den erhofften Erfolg.

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