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Frauen im Stadion : Infantino setzt Iran ein Ultimatum

Fifa-Präsident Gianni Infantino Bild: EPA

Der Fifa-Präsident fordert Irans Fußball-Verband auf, mitzuteilen, wie sichergestellt wird, dass Frauen Zugang zu Spielen bekommen. Sein Schreiben ist in einem erheblich zupackenderen Ton formuliert als zuvor.

          Der Präsident des Internationalen Fußball-Verbands, Gianni Infantino hat den iranischen Fußball-Verband aufgefordert, bis zum 15. Juli mitzuteilen, wie sichergestellt wird, dass Frauen in der Islamischen Republik Iran Zugang zu den im September beginnenden Qualifikationsspielen zur Weltmeisterschaft 2022 bekommen.

          Das Schreiben Infantinos an den iranischen Verbandspräsidenten Mehi Tadsch vom 18. Juni ist in einem erheblich zupackenderen Ton formuliert als Infantinos bisherige Äußerungen zur Diskriminierung von Frauen in Iran. Infantino verweist auf die Fifa-Statuten, die Diskriminierung verbieten. Sollte Frauen der Zutritt weiterhin verwehrt bleiben, könnte der iranische Verband bis hin zum Ausschluss von der WM-Qualifikation sanktioniert werden.

          In Infantinos Anwesenheit waren im vergangenen November etwa 1000 Frauen als Zuschauerinnen eingelassen worden, erstmals seit Anfang der achtziger Jahre. Bei anschließenden Spielen war ihnen der Zugang wieder verwehrt worden, so auch beim Länderspiel gegen Syrien am 6. Juni. Vor der Eröffnung der Frauen-WM in Paris am 7. Juni hatten iranische Frauenrechtlerinnen Infantino auf den Mangel an Fortschritten hingewiesen.

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