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Fifa : Blatter will sich „ethisch durchleuchten lassen“

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Bereit zur Einkehr: Fifa-Präsident Joseph Blatter Bild: dpa

Fifa-Präsident Joseph Blatter gibt sich einsichtig. Er sei bereit, sich „ethisch und moralisch durchleuchten zu lassen“. Diese sagte Blatter in einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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          Joseph Blatter ist bereit, sich „ethisch und moralisch durchleuchten zu lassen“. Der Präsident des Internationalen Fußballverbandes (Fifa) erklärte in einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (Erscheinungsdatum 20. November), dass er auch nichts dagegen habe, wenn dazu auch die Akten der Fifa-Ethik-Kommission herangezogen würden. Diese hatte im Juni kurz vor Blatters Wiederwahl ein Verfahren gegen ihn aufgenommen, das aber ohne Konsequenzen blieb.

          Blatter sagte, die neu gegründete Arbeitsgruppe der Fifa, die für „Transparency und Compliance“ zuständig sei und aus sechs Vertretern von Nationalverbänden bestehe, werde künftig für sämtliche neuen Mitglieder der Exekutive ein Leumundszeugnis erstellen. Blatter sagte, er sei überzeugt, dass auch die bestehenden Mitglieder der Fifa-Regierung sich dieser Überprüfung stellen würden, die im ersten Quartal des nächsten Jahres stattfinden soll. Allerdings erklärte er: „Ich kann für sie nicht meine Hand ins Feuer legen.“

          Zwanziger als Helfer

          Der 75 Jahre alte Schweizer, der die Fifa seit 1998 führt, erläuterte, wie er mit Hilfe des Kongresses bereits schrittweise die Macht der durch Korruption und Korruptionsvorwürfe schwer beschädigten Exekutive gegen deren Widerstand eingeschränkt hat. „Da musste ich dann sagen, Entschuldigung, aber der Kongress ist souverän.“

          Mit Hilfe von Theo Zwanziger, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, soll eine komplette Strukturänderung der Exekutive in der Satzung verankert werden. Angesichts mehrerer Korruptionsverfahren gegen Exekutivmitglieder sagte er: „Es sieht so aus, dass Personen nicht mehr in der Exekutive sein werden. Der Fifa-Präsident hatte sich am Freitag öffentlich für Äußerungen entschuldigt, die ihm vor allem aus England schwere Rassismus-Vorwürfe eingebracht hatten. Zuletzt nannte Fußballstar David Beckham Blatters Verharmlosung von rassistischen Äußerungen auf dem Fußballplatz „erschreckend“.

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