https://www.faz.net/-gtl-vwmx

Im Gespräch: Svenja Huth : „Ich konnte das gar nicht fassen“

  • Aktualisiert am

Torjubel: Nicht nur im Uefa-Cup, auch im DFB-Pokal ist der FFC Frankfurt eine Runde weiter Bild: F.A.Z. - Wonge Bergmann

Die Fußballspielerinnen des Titelverteidigers FFC Frankfurt haben das Viertelfinale im DFB-Pokal erreicht. Mit ihrem Tor sicherte die 16 Jahre alte Svenja Huth ihrer Mannschaft den Sieg.

          1 Min.

          Die Fußballspielerinnen des Titelverteidigers FFC Frankfurt haben das Viertelfinale im DFB-Pokal erreicht. Der deutsche Meister und aktuelle Bundesliga-Tabellenführer besiegte im Achtelfinale den Zweitligaklub Tennis Borussia Berlin knapp 1:0. Für die Entscheidung sorgte in der 43. Minute Svenja Huth.

          Glückwunsch zum ersten Treffer im ersten Pflichtspiel bei den Frauen in dieser Saison. Ist damit ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen?

          Das ist er auf jeden Fall. Ungefähr eine Stunde vor dem Spiel hat unser Trainer in der Aufstellung meinen Namen vorgelesen. Ich sollte im linken Mittelfeld spielen und konnte das gar nicht glauben. Ich dachte, mein Platz wäre auf der Bank. Schließlich stehe ich erst seit Anfang der Saison im Kader. Und natürlich ist man dann bei seinem ersten Einsatz aufgeregt. Aber die anderen haben beim Aufwärmen gesagt, dass ich alles einfach so spielen soll, wie ich es immer mache. Während des Spiels habe ich mich nur noch gefreut.

          Was ist dann in der 43. Spielminute passiert?

          Ich habe den Ball von Petra Wimbersky auf die linke Seite bekommen. Dort stand ich kurz vor dem Sechzehner, haben den Ball mit links in die Mitte gelegt und so aus achtzehn Metern mit rechts das Tor gemacht. Ich konnte das gar nicht richtig fassen.

          Ist der Unterschied von der Jugend zu den Frauen sehr groß?

          Oh ja, das ist er. Das Niveau in der ersten Mannschaft ist wesentlich höher. Das Spiel ist viel schneller. Da wird fast alles mit Doppelpass oder zwei Ballkontakten gespielt. Bei den Junioren nimmt man erst den Ball an, guckt ein bisschen und macht noch ein eigenes Dribbling. Beides ist gar nicht zu vergleichen.

          Ist es da ein Vorteil, wenn man von kleinauf gegen Jungs gespielt hat?

          Das kann schon sein. Ich habe mit sieben Jahren bei der TSG Kälberau 1914 angefangen. Mein Vater und mein Opa waren damals schon im Verein, und dann habe ich es eben auch versucht. Später habe ich in der Bezirksliga gespielt, aber das war nicht so ein hohes Niveau. Aber es hat sicher geholfen, dass ich nun da bin, wo ich bin. In der letzten Saison habe ich 43 Tore gemacht, in der U 17-Nationalmannschaft spiele ich auch vorn im Sturm, und bei den Damen des FFC bin ich auch dabei. Das ist toll.

          Gibt es ein sportliches Vorbild?

          Birgit Prinz, das ist gar keine Frage. Wie sie den Ball annimmt und abschirmt, das ist schon toll. Sie ist Weltfußballerin und Weltmeisterin. Mein Traum wäre es, bei der WM 2011 im eigenen Land dabei zu sein. Aber erst einmal will ich mich beim FFC weiter beweisen.

          Weitere Themen

          Flick bleibt länger Bayern-Trainer

          Vertrag bis 2023 : Flick bleibt länger Bayern-Trainer

          Anfangs war er nur als Kurzzeitlösung für zwei Spiele gedacht. Doch Hansi Flick überzeugte, wurde erst bis Weihnachten gehalten und dann zum Cheftrainer befördert. Nun bekommt er einen langfristigen Vertrag.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.