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Copa Libertadores : Erste Festnahme nach Angriff auf Boca-Spieler

  • Aktualisiert am

Alles außer Fußball: Straßenschlacht am Rande der Randale. Bild: Reuters

Zehn Tage nach den Krawallen, die zur Absage des Endspiels der Copa Libertadores geführt hat, ist ein Verdächtiger festgenommen worden. Derweil übt der frühere Bundesligaprofi Javier Pinola scharfe Kritik.

          Nach der Attacke auf den Bus mit den Spielern des argentinischen Fußball-Spitzenklubs Boca Juniors in Buenos Aires ist der erste mutmaßliche Angreifer festgenommen worden. Dabei handelt es sich um einen 31 Jahren alten Mann, der aufgrund von Videoaufnahmen identifiziert wurde.

          Der Verdächtige hatte sich mittlerweile die Haare geschnitten und den Schnurrbart abrasiert, wurde aber dennoch erkannt. Er wird wegen schwerer Gewalt und vorsätzlicher Körperverletzung angeklagt.

          Anhänger des Erzrivalen River Plate hatten vor dem Finalrückspiel der Copa Libertadores (Hinspiel: 2:2) am letzten November-Samstag den Mannschaftsbus der Boca Juniors mit Flaschen, Steinen sowie anderen Gegenständen angegriffen und dabei Spieler verletzt. Infolge der Krawalle musste die Begegnung an dem Wochenende zweimal abgesagt werden, ehe der Südamerika-Verband Conmebol das Match für kommenden Sonntag (20.30 Uhr/ Sport1+) in die spanische Hauptstadt Madrid verlegte.

          Bitter enttäuscht: Javier Pinola in den Katakomben des Monumental vor der Absage des Spiels.

          Der frühere Nürnberger Bundesliga-Profi Javier Pinola hat die Ausschreitungen rund um das Finale der Copa Libertadores unterdessen scharf kritisiert. "Unglaublich", sei das alles für ihn gewesen, sagte der 35-Jährige den Nürnberger Nachrichten, "ich verstehe nicht, dass Menschen so verrückt sein können. Das ist ein Spiel, unser Spiel, unsere Liebe, kein Spiel für Idioten." Pinola verteidigt für River Plate.

          In Nürnberg, wo er von 2005 bis 2015 gespielt hatte, konnten seine Kinder mit dem Rad zum Spielplatz fahren, "ganz normal leben" - anders als in der argentinischen Hauptstadt, sagte Pinola. Als er 2017 von Rosario Central zu River wechselte, sei sein Haus mit Morddrohungen beschmiert worden. Manchmal, sagte Pinola, sei seine Sehnsucht nach Nürnberg schon groß.

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