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Fehlstart für Vogts : Nigeria verliert gegen die Elfenbeinküste

  • Aktualisiert am

Kalou war der Mann des Abends Bild: AFP

Ein Traumtor von Salomon Kalou hat den Titelambitionen des früheren Bundestrainers Berti Vogts beim Afrika-Cup einen Dämpfer versetzt. Im Kampf der Topfavoriten verlor Vogts mit Nigeria das Auftaktspiel 0:1 gegen die Elfenbeinküste.

          Fehlstart für Berti Vogts und Turnier-Favorit Nigeria beim Afrika-Cup. Die hochgehandelten „Super- Eagles“ mit dem früheren Bundestrainer auf der Trainerbank verloren am Montag ihr Auftaktspiel bei der 26. kontinentalen Fußball-Meisterschaft im ghanaischen Sekondi-Takoradi gegen die Elfenbeinküste mit 0:1 (0:0). In einer enttäuschenden Vorrunden-Begegnung erzielte Salomon Kalou vom FC Chelsea das Tor des Tages in der 66. Minute mit einer feinen Einzelleistung.

          „Das war ein wichtiger Sieg, denn wir haben gegen den Hauptkonkurrenten um den Gruppensieg gewonnen“, sagte Didier Drogba, der Star der Elfenbeinküste. Im Duell der beiden Turnier-Favoriten konnte sich keine Mannschaft entscheidende Vorteile verschaffen. Der Erfolg des WM-Teilnehmers von der Elfenbeinküste war deshalb am Ende als glücklich zu bezeichnen.

          Brillantes Solo, herrliches Tor

          In Gruppe B, in der Mali mit 1:0 (0:0) gegen Benin mit Trainer Reinhard Fabisch gewann, steht der zweimalige Afrika-Cup-Titelträger Nigeria nach der Auftaktniederlage nun bereits unter Druck. Dabei hatte Vogts im Vorfeld des Turniers noch erklärt: „Das Land erwartet den Titelgewinn - ohne Gegentor, aber nicht nur das ganze Land erwartet das von uns, wir wollen es auch.“ Um dieses Ziel zu erreichen, wird sich Nigeria gewaltig steigern müssen.

          Didier Drogba (r.) ringt mit Nigerias Shittu

          Mit einem brillanten Solo umkurvte der 22-Jährige Kalou, bei Chelsea Teamkollege von Michael Ballack, gleich vier Gegenspieler und ließ mit seinem Tor die Elfenbeinküste jubeln. In Boubacar Sanogo (Werder Bremen) und Arthur Boka (VfB Stuttgart) gehören zwei Bundesliga-Legionäre zum Team von Trainer Gerad Gili, der Ulli Stielike abgelöst hatte. „Für uns hat das Turnier prima begonnen“, sagte Gili.

          Kanouté erzielt das einzige Tor für Mali

          Das zweite Spiel in Gruppe B zwischen Mali und Benin begann wegen eines Stromausfalls mit zehnminütiger Verspätung. Mali tat sich gegen den von Trainer Fabisch gut eingestellten Außenseiter lange Zeit schwer. Drei Minuten nach der Pause erzielte Frédéric Kanouté per Foulelfmeter das Tor für Mali. In der Schlussphase hatte Benin dann Pech.

          Marokko schaffte dagegen in Gruppe A einen Traumstart: Soufiane Alloudi, der bei Al Ain in den Vereinigten Arabischen Emiraten von Winfried Schäfer trainiert wird, erzielte beim 5:1 (4:1)-Erfolg über Namibia in Accra in den ersten 28 Minuten gleich drei Tore.

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