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4:1 gegen Düsseldorf : Ein Schalker Sieg mit Trauerrand

  • -Aktualisiert am

Der junge Ahmed Kutucu (rechts, daneben Rabbi Matondo) brachte Schalke in Führung. Bild: EPA

Nach dem Tod des früheren Managers Rudi Assauer am Spieltag erleben die Königsblauen einen schweren Abend. Sportlich zieht Schalke mit einem souveränen Sieg über Düsseldorf ins DFB-Pokal-Viertelfinale ein.

          Es war ein Tag der Trauer beim FC Schalke 04, der Schmerz über den Tod des langjährigen Managers Rudi Assauer saß tief. Auf den Gängen, vor den Bierständen, überall wurde mit gedämpfter Lautstärke gesprochen, die Gesichter waren ernst. Aber am Ende feierten sie den Erfinder des modernen FC Schalke, als sei er es gewesen, der ihnen diesen 4:1-Sieg über Fortuna Düsseldorf im Achtelfinale beschert hat.

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          „Rudi Assauer, Rudi Assauer“, sang die Nordkurve nach den Treffern und klang dabei eher trotzig als traurig. „Rudi hätte sich für diesen Tag nichts mehr gewünscht als ein gutes Fußballspiel“, hatte Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies vor dem Anpfiff gerufen, wobei die Sache mit dem guten Fußball und dem FC Schalke im laufenden Spieljahr bekanntlich eine komplizierte Angelegenheit ist.

          Auch an diesem Abend gab es gute Phasen und weniger gute, zunächst bekamen die rund 56.000 Zuschauer aber eine äußerst zähe Fußballkost vorgesetzt. Die Fortuna stand kompakt und riskierte wenig, Schalke fehlten Ideen und Tempo, um sich Chancen zu erspielen; der erste interessante Moment war ein Schuss von Rabbi Matondo nach einem schnellen Haken. Der 18 Jahre alte Waliser, den die Schalker im Januar für 13 Millionen Euro von Manchester City erworben haben, stand erstmals in der Startelf. Bei seinem vormaligen Klub, wo auch der flinke deutsche Nationalspieler Leroy Sané spielt, soll Matondo in kurzen Sprints schneller gewesen sein als alle anderen. In Ansätzen war diese Qualität zu sehen, aber fußballerisch hat der Flügelspieler noch viel Steigerungspotenzial, in der Halbzeit wurde er ausgewechselt. Auffälliger war daher ein anderer Teenager, ein echtes Schalke Eigengewächs.

          Der gebürtige Gelsenkirchener Ahmed Kutucu, 18, wurde zuletzt immer mal wieder eingewechselt, nun wurde er zum ersten Mal für die erste Elf nominiert und brachte sein Team mit einem großartigen Schuss aus 14 Metern in den Winkel in Führung (30.). Er schuf damit den einzigen Höhepunkt einer biederen ersten Spielhälfte, der aber eine sehenswerte zweite Halbzeit folgen sollte. Drei Minuten waren nach der Pause gespielt, als Salif Sané aus dem Gewühl nach einer Ecke auf 2:0 erhöhte, dann trafen Sané und Kutucu innerhalb weniger Sekunden beide den Pfosten, bevor Mark Uth ein schneller dritter Treffer gelang.

          Der Düsseldorfer Torhüter Jaroslav Drobny hatte einen Schuss Kutucus vor die Füße des Stürmers geklärt, der ehemalige Hoffenheimer hatte keine Mühe, das dritte Tor zu schießen (53.). Das Spiel schien entschieden, doch die Düsseldorfer sind ausgesprochen zäh und wehrten sich energisch. Rouwen Hennings verkürzte auf 3:1 (71.), und plötzlich zitterten die Schalker wieder. Kevin Stöger hatte eine große Chance zum 3:2, scheiterte aber aus an Ralf Fährmann (76.), erst mit dem 4:1, das Sané nach einem Freistoß köpfte, war der Widerstand gebrochen (87.).

          Nach dem traurigen Vorspiel und der schwergängigen ersten Halbzeit fühlte der Abend sich plötzlich an wie ein Akt der Befreiung. Und er brachte mit Ahmed Kutucu einen neuen Helden hervor. Manager Christian Heidel war ja in der Winterpause vorgeworfen worden, dass es ihm nicht gelungen sei, eine Soforthilfe für den Angriff unter Vertrag zu nehmen. Matondo braucht nach den ersten Eindrücken noch Zeit, aber Kutucu könnte sich schnell zu einem wichtigen Faktor in dieser Mannschaft entwickeln.

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