https://www.faz.net/-gtl-abvjt

Umbruch nach Abstieg : Schalke 04 trennt sich von zehn Spielern und drei Betreuern

  • Aktualisiert am

Seine Leihe endet: Shkodran Mustafi, Weltmeister von 2014 Bild: Picture-Alliance

Nach dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga strebt Schalke 04 einen Neustart an. Der Kader wird ausgemistet – und auch im Trainer- und Funktionsteam gibt es Veränderungen.

          2 Min.

          Der FC Schalke 04 stellt sich nach dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga wie erwartet komplett neu auf. Wie der Verein am Donnerstag mitteilte, werden die am Saisonende auslaufenden Verträge von zehn Profis nicht verlängert. Auch drei Mitglieder aus dem Betreuerstab werden gehen.

          Laut Vereinsangaben enden mit dem Abstieg die Verträge von Benjamin Stambouli und Bastian Oczipka. Die ohnehin auslaufenden Kontrakte von Steven Skrzybski, Alessandro Schöpf, der frühere Weltmeister Shkodran Mustafi und Nabil Bentaleb werden nicht verlängert. Zudem kehren die Leihspieler William (VfL Wolfsburg), Goncalo Paciencia, Frederik Rönnow (beide Eintracht Frankfurt) und Kilian Ludewig (RB Salzburg) zu ihren Stammvereinen zurück.

          Bundesliga

          Nicht aufgeführt wurden in dieser Liste die im Winter zurückgeholten Klaas-Jan Huntelaar und Sead Kolasinac. Bei ihnen hofft Schalke offenbar auf eine Weiterbeschäftigung. „Wir werden uns mit den Spielern zusammensetzen“, sagte Trainer Dimitrios Grammozis, der auch in der kommenden Saison im Amt sein soll. Ebenfalls gehalten werden soll der aktuell dritte Torhüter Michael Langer. „Über ihn kann ich nur Positives berichten“, sagte Grammozis.

          Den direkten Wiederaufstieg als Ziel ausrufen wollte Grammozis zum jetzigen Zeitpunkt nicht. „Wir müssen warten, wie sich die Transfer-Periode entwickelt. Wir können nicht mit Geld um uns werfen“, sagte er: „Aber wir werden eine tolle Mannschaft auf den Platz bringen.“ Aus dem Betreuer-Stab werden im Sommer Athletiktrainer Quirin Löppert, Ernährungsberaterin Wiebke-Maria Schlusemann und Physiotherapeut Dennis Schmitz den Verein verlassen. Nach Angaben von Schalke gehen sie alle drei auf eigenen Wunsch.

          Mit positiver Stimmung gegen Köln

          In sein vorerst letztes Spiel in der Fußball-Bundesliga am Samstag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und bei Sky) beim 1. FC Köln geht der Klub derweil mit neuer Euphorie. „Der Sieg gegen Frankfurt hat für eine deutlich positivere Stimmung gesorgt“, sagte Trainer Grammozis nach dem 4:3 gegen den Champions-League-Anwärter in der Vorwoche: „Diese Leistung hat uns angefixt. Den Rückenwind wollen wir nutzen, um uns würdig aus der Liga zu verabschieden und mit einem positiven Gefühl in den Urlaub zu gehen.“

          Dass die Schalker mit einem Sieg doch noch den Rekord als „schlechtester Absteiger seit Einführung der Drei-Punkte-Regel“ verhindern können, spielt für Grammozis aber keine Rolle. „Seit ich hier bin, arbeite ich jede Woche gegen Negativ-Rekorde. Einer mehr oder weniger ist auch egal“, sagte der 42-Jährige schmunzelnd: „Das ist nicht der Haupt-Schwerpunkt. Wir wollen aber unseren Fans, die sehr viel gelitten haben, noch einmal dieses Gefühl aus dem Frankfurt-Spiel bescheren.“

          Am Einsatz von Mark Uth zweifelt Grammozis nicht. Obwohl der Ex-Nationalspieler als gebürtiger Kölner sowie ehemaliger und potenziell künftiger FC-Spieler in einem Gewissenskonflikt stecken könnte, wenn er die Kölner mit in die 2. Liga schießt. „Dann hätten wir Goncalo Paciencia auch nicht gegen Frankfurt einsetzen dürfen“, sagte Grammozis: „So denken wir nicht. Mark hat Vertrag bei Schalke und wird so behandelt wie jeder andere auch.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Polizisten am Frankfurter Mainufer.

          Was zu tun ist : Den Bürger nicht allein lassen

          Der Rechtsstaat sollte konsequent sein: ohne Sicherheit keine Freiheit. Das gilt auch bei der Einwanderungspolitik – die lange von naiven Vorstellungen geleitet wurde.

          Zukunft der Schule : „Wir sind total festgefahren“

          Dario Schramm ist die Stimme der Schüler in Deutschland. Ein Gespräch darüber, wo es an deutschen Schulen hakt und warum soziale Kompetenzen im Unterricht wieder mehr im Vordergrund stehen sollten.
          Besucher in der Temple Bar in Dublin im Juli

          Corona in Irland : Impfen für den Pubbesuch

          Die Iren haben die höchste Impfquote der EU. Widerstand gegen die Impfungen gibt es kaum. Liegt das an ihrer Liebe zum Feiern? Ein Ortsbesuch in Dublin.
          Sitzung des UN-Sicherheitsrats am 16. August 2021

          EU-Sitz im Sicherheitsrat : Ein Vorstoß in der „Logik Macrons“?

          Ungewöhnlich schnell dementiert Paris die Meldung, Frankreich sei bereit, seinen Sitz im UN-Sicherheitsrat zu teilen. Einzelne glauben jedoch, die Änderung würde zum Präsidenten passen. Auch in Berlin gibt es Sympathien für die Idee

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.