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Schalke in Europa League : „Das wäre schon Wahnsinn“

  • Aktualisiert am

Hand drauf: Schalke mit Schöpf (links) und Choupo-Moting kommt in der Europa League weiter. Bild: dpa

Souverän erreicht Schalke das Achtelfinale in der Europa League. Nun blicken die Königsblauen gespannt auf die Auslosung. Zumindest ein Spieler hat dabei einen besonderen Verein im Blick.

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          Der FC Schalke 04 kann seine Reise durch Europa fortsetzen. Nach dem 3:0 in Griechenland genügte dem Fußball-Bundesligaverein am Mittwoch ein 1:1 im Rückspiel gegen Paok Saloniki, um souverän ins Achtelfinale der Europa League zu erreichen. Am Freitag (13.00 Uhr) wird in Nyon die nächste Runde ausgelost. „Die ganz großen Namen müssen es noch nicht sein“, sagte Schalke-Trainer Markus Weinzierl.

          Premiere: Alessandro Schöpf erzielte im neunten Einsatz sein erstes Europapokaltor im königsblauen Trikot. Der Österreicher brachte Schalke in der 23. Minute in Führung und bewies abermals, dass er beim Revierklub derzeit eine sehr wichtige Rolle spielt. Für den 23 Jahre alten Dauerläufer war es bereits das fünfte Pflichtspieltor in dieser Saison. Dreimal traf er in der Bundesliga, einmal im Pokal. „Choupo hat genau zum richtigen Zeitpunkt in meinen Lauf gepasst. Ich musste den Ball dann nur noch irgendwie über die Linie bringen“, sagte Schöpf bescheiden.

          Auslosung: Am Freitag um 13.00 Uhr wird in Nyon die nächste Runde ausgelost. Es gibt keinerlei Beschränkungen mehr. Alle sind gespannt, wie es am 9. und 16. März weitergeht. Einen Wunschgegner gibt es nicht, aber: „Die ganz großen Namen müssen es von noch nicht sein. Andersherum sind ab dem Achtelfinale nur noch gute Mannschaften dabei“, sagte Trainer Weinzierl. Schöpf wünscht sich irgendwann Manchester United. „Das wäre schon Wahnsinn. Das war von Kindesbeinen an mein Lieblingsverein“, meinte er. „Und lieber vorher als im Finale, weil wir sonst ja nicht im Old Trafford spielen würden.“

          Maskenmann: Nach seinem Nasenbeinbruch lief Sead Kolasinac mit einer Spezialmaske auf. „Die ist gewöhnungsbedürftig und behindert mich schon ein wenig. Aber ich muss mich jetzt sechs Wochen mit ihr anfreunden“, meinte der Bosnier. Schließlich geht es Schlag auf Schlag weiter, und Schalke will die Serie von sechs Pflichtspielen ohne Niederlage weiter ausbauen. Am Sonntag (17.30 Uhr / Live bei Sky und im Bundesliga-Ticker bei FAZ.NET) folgt das Heimspiel gegen Hoffenheim. Drei Tage später muss der Revierklub zum Pokal-Viertelfinal-Hit beim FC Bayern ran. „Sonntag ist ein wichtiges Spiel für uns, keine Frage“, betonte Kolasinac. „Denn in der Liga haben wir Boden gut zu machen.“

          Bilanz: Die Gelsenkirchener Polizei zeigte sich zufrieden, weil die befürchtete Randale bei dem „Hochrisikospiel“ ausblieb. Das vorläufige Fazit der Einsatzkräfte, die mit einem Großaufgebot vor, während und nach der Partie präsent waren, fiel positiv aus. „Bisher hat es keinerlei Ausschreitungen oder Sicherheitsstörungen gegeben“, sagte ein Polizeisprecher kurz nach dem Abpfiff. Bei früheren Duellen hatte es Krawalle gegeben. Diesmal blieben gegenseitige Provokationen einigermaßen im Rahmen. Auf einem Parkplatz in Stadionnähe zündeten Paok-Fans allerdings Pyrotechnik in einer Menschenmenge. Deshalb wird gegen sie ermittelt.

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