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FC Portsmouth gerettet : Fans greifen ein

Nicht die erste Adresse in England: der Fratton Park, in dem der Portsmouth Football Club spielt Bild: REUTERS

Die eigenen Anhänger haben den in die dritte Liga abgerutschten FC Portsmouth übernommen. Neuer Eigentümer des derzeit insolventen Vereins wird ein sogenannter Supporters Trust.

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          Der finanziell wankende FC Portsmouth, englischer FA-Cup-Sieger von 2008 und bis 2010 zur Premier League gehörig, ist auf besondere Weise vor der Pleite gerettet worden. Die eigenen Anhänger haben den in die dritte Liga abgerutschten Klub übernommen. Der Deal mit den Fans ist in diesem Umfang einmalig für den englischen Fußball, der von Investoren und einzelnen privaten Geldgebern dominiert wird. Neuer Eigentümer des derzeit insolventen Vereins wird ein sogenannter Supporters Trust, der von seinen Mitgliedern Teilhaberscheine von je 1000 Pfund einsammelte. Insgesamt kam nach langen Verhandlungen mit dem Hauptgläubiger und ehemaligen Vereinsbesitzer, einem in Hongkong ansässigen Geschäftsmann, ein Kaufpreis für Stadion und Klub von rund drei Millionen Pfund zustande.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Seit Jahren fordern große Fanorganisationen auf der Insel eine stärkere Beteiligung der Anhänger an den Klubs und damit mehr Mitbestimmung. Sie stellen sich gegen den aus ihrer Sicht ausufernden Fußball-Kapitalismus und werden dabei durch Initiativen der Politik unterstützt. Inzwischen besitzen Anhänger traditionsreiche Vereine wie den AFC Wimbledon (vierte Liga) oder sind mit zwanzig Prozent an einem Premier-League-Klub beteiligt - der walisische Klub Swansea City spielt seit 2011 in der höchsten englischen Klasse.

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