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Internationaler Fußball : Liverpool mit Mühe – Wildes Spiel von Tuchels Paris

  • Aktualisiert am

Mohamed Salah und der FC Liverpool mühen sich zum Sieg in Norwich. Bild: dpa

Die Siegesserie der Elf von Jürgen Klopp geht weiter. Beim Tabellenletzten tut sich Liverpool aber ziemlich schwer. Vor dem Spiel in Dortmund zeigt Paris von Trainer Thomas Tuchel in Frankreich eine furiose Aufholjagd.

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          Jürgen Klopp und der FC Liverpool haben den nächsten Schritt in Richtung Gewinn der englischen Fußballmeisterschaft getätigt. Der souveräne Tabellenführer gewann am Samstag im Duell der deutschen Trainer bei Norwich City und Daniel Farke mit Mühe 1:0 (0:0) und führt die Premier League mit 25 Punkten vor Manchester City deutlich an. Der eingewechselte Sadio Mané sorgte in der 78. Minute für den 17. Liga-Sieg in Serie.

          In der Tabelle hat Liverpool mit 26 Erfolgen und einem Unentschieden nun 76 Punkte auf dem Konto. Manchester City kann am Mittwoch den Rückstand mit einem Sieg gegen West Ham United zumindest wieder etwas verkürzen. Für den 19. Titel benötigen die Reds nur noch fünf Siege. Farke rangiert mit Norwich mit nur 18 Punkten auf Platz 20.

          Die Klopp-Elf kam beim ersten Auftritt nach der Winterpause allerdings schwer in die Partie und hatte zudem eine Menge Glück. Einen Konter der Kanarienvögel klärte Liverpool-Keeper Alisson vor dem einschussbereiten früheren Schalke-Profi Teemu Pukki glänzend (36. Minute). Vor dem Hinspiel im Champions-League-Achtelfinale am Dienstag gegen Atletico Madrid spielte der Spitzenreiter lange Zeit viel zu umständlich.

          Der frühere Leipziger Naby Keita eröffnete mit einem vergebenen Großchance die Druckphase der Gäste (59.). Klopp stärkte mit Fabinho und Mané die Offensive und wurde belohnt. Mit einer schönen Einzelleistung traf Mané in der 78. Minute mit seinem zwölften Saisontor zur Führung. Auf der Gegenseite vergab Pukki kurz vor dem Ende die Gelegenheit zum Ausgleich, wieder war Keeper Alisson zur Stelle.

          Dank einer furiosen Aufholjagd nach 0:3-Rückstand retteten Trainer Thomas Tuchel und Paris Saint-Germain vor dem Champions-League-Duell mit Borussia Dortmund in der französischen Liga zumindest noch einen Punkt. Ohne die geschonten Superstars Neymar und Kylian Mbappé kam der Meister am Samstag zu einem 4:4 (1:3) beim abstiegsgefährdeten SC Amiens. Damit beträgt der Vorsprung von Tabellenführer PSG in der Liga vor der Partie des Zweiten Olympique Marseille bei Lille OSC am Sonntagabend 13 Punkte.

          Tuchel schonte zahlreiche Stars für das Duell mit seinem früheren Klub im Achtelfinal-Hinspiel der Königsklasse am Dienstag. Der ohnehin von einer Rippenprellung noch nicht vollständig genesene Superstar Neymar und Weltmeister Mbappé waren nicht im Kader. Der deutsche Nationalspieler Julian Draxler stand dagegen in der Startelf, sein DFB-Teamkollege Thilo Kehrer saß 90 Minuten auf der Bank.

          PSG, das in der Liga seit Anfang November nicht mehr verloren hat, geriet gegen den Außenseiter zunächst mit 0:3 in Rückstand. Ander Herrera nach einer Ecke von Draxler (45.), Tanguy Kouassi (60./65.) und Mauro Icardi (74.) schossen das in der zweiten Halbzeit deutlich verbesserte PSG dann aber sogar in Führung. In der Nachspielzeit traf der ehemalige Kölner Serhou Guirassy jedoch noch zum 4:4 (90.+1).

          Der FC Barcelona bezwang in Spanien derweil im Duell der Verfolger von Real Madrid den FC Getafe mit 2:1 (2:0). Mit 52 Zählern schlossen die Katalanen in der Primera División nach Punkten wieder zum Spitzenreiter auf, der erst am Sonntagabend Celta Vigo (21.00 Uhr bei DAZN) empfängt. Für die Führung des FC Barcelona sorgte vor 80.409 Zuschauern der französische Weltmeister Antoine Griezmann auf Vorlage von Lionel Messi in der 33. Minute mit einem Heber. Nachdem Sergi Roberto nur sechs Minuten später auf 2:0 erhöhte, schien der Sieg des Favoriten fast perfekt, doch der Anschlusstreffer von Getafe-Mittelstürmer Angel nach 66 Minuten machte die Partie noch einmal spannend.

          Im Tor von Barcelona verhinderte der deutsche Auswahl-Keeper Marc-André ter Stegen mit einer Riesenparade in der 73. Minute den durchaus möglichen Ausgleich. Bei den Katalanen stand wieder der 17 Jahre alte Ansu Fati in der Startelf und bildete einen Dreiersturm mit Messi und Griezmann. Nach einer Gelben Karte wurde der Jungstar aber fünf Minuten vor dem Ende vom Platz genommen und durch den ehemaligen Bayern-Profi Arturo Vidal ersetzt. Bei Barça musste Linksverteidiger Jordi Alba schon nach gut 20 Minuten ausgewechselt werden. Der 30-Jährige zog sich nach Klub-Angaben eine Adduktorenverletzung zu. Wie lange er ausfällt, war zunächst offen.

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