https://www.faz.net/-gtl-9rwsj

Fußball in England : Umstrittener Elfmeter hilft Liverpool und Klopp

  • Aktualisiert am

Das war knapp: Liverpool-Trainer Jürgen Klopp freut sich nach dem späten Siegtor. Bild: Reuters

Achtes Spiel, achter Sieg – doch das war richtig knapp: Liverpool gewinnt durch einen Strafstoß in der Nachspielzeit. Immer tiefer in die Krise rutscht Tottenham. Nach dem 2:7 gegen Bayern kommt nun auch noch Pech dazu.

          3 Min.

          Teammanager Jürgen Klopp und der FC Liverpool steuern in der englischen Fußball-Premier-League weiter dem historischen Startrekord entgegen. Ein umstrittener Elfmeter in der Nachspielzeit verhalf den Reds zu einem 2:1 (1:0) im Topspiel gegen Leicester City. Durch den achten Sieg im achten Ligaspiel ist Liverpool nur noch einen Erfolg von der Einstellung der Bestmarke des FC Chelsea entfernt. Die Blues hatten in der Saison 2005/06 unter Jose Mourinho neun Siege zum Start geholt. In der Tabelle liegt Liverpool vorläufig acht Punkte vor Meister Manchester City. Das Team von Pep Guardiola spielt am Sonntag (15.00 Uhr bei Sky) aber noch gegen die Wolverhampton Wanderers und kann mit einem Sieg bis auf drei Punkte an Liverpool heranrücken.

          Immer tiefer in die Krise rutscht derweil Tottenham Hotspur. Die Londoner unterlagen vier Tage nach der 2:7-Demütigung in der Champions League gegen Bayern München auch bei Brighton & Hove Albion 0:3 (0:2). Zudem hatten die Spurs Verletzungspech und verloren die Spurs auch noch Stammkeeper Hugo Lloris. Der französische Weltmeister verletzte sich unmittelbar vor dem 0:1 schwer am Arm und musste mit einer Trage vom Platz gebracht werden. Er kugelte sich den Ellbogen aus und wird den Spurs vorerst fehlen.

          Nach einer ersten Behandlung auf dem Platz wurde Lloris zur Untersuchung in ein örtliches Krankenhaus gebracht und kehrte am Abend nach London zurück, wie Tottenham auf seiner Webseite mitteilte. Über die Schwere der Verletzung sowie die Dauer der Rehabilitation sollen weitere Untersuchungen in der kommenden Woche Auskunft geben. Damit würde Lloris, der zuletzt in der Königsklasse gegen den FC Bayern München sieben Gegentore kassiert hatte, auch für die beiden EM-Qualifikationsspiele der Equipe Tricolore gegen Island (11. Oktober) und die Türkei (14. Oktober) ausfallen. Ebenfalls eine Niederlage kassierte Aufsteiger Norwich City mit dem deutschen Teammanager Daniel Farke. Die Kanarienvögel mussten sich zu Hause gegen Mitaufsteiger Aston Villa klar mit 1:5 (0:2) geschlagen geben.

          An der Anfield Road in Liverpool brachte Sadio Mane (40.) den Champions-League-Sieger nach feiner Vorarbeit von James Milner in Führung. Leicester, Sensationsmeister von 2016 und nach einem starken Saisonstart vor der Partie Tabellendritter, präsentierte sich aber mutig und hatte selbst mehrere Chancen. In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein offenes Spiel. James Maddison (80.) bescherte Leicester durch den Ausgleich scheinbar schon einen verdienten Punkt. In der Nachspielzeit aber foulte Marc Albrighton Mane leicht, der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter und blieb auch nach Überprüfung des Videoassistenten dabei. Milner (90.+5) traf zum Sieg.

          Real Madrid festigte derweil im Topspiel der Primera Division seine Tabellenführung gefestigt. Spaniens Rekordmeister bezwang das Überraschungsteam FC Granada am Samstag mit 4:2 (2:0) und liegt jetzt vier Punkte vor dem bisherigen Tabellenzweiten. Allerdings mussten die Königlichen den Verlust von Toni Kroos verkraften, der nach 33 Minuten angeschlagen vom Platz humpelte. Unklar war zunächst, ob der Mittelfeldstar die Reise zu den Spielen der deutschen Nationalmannschaft gegen Argentinien und in Estland in der kommenden Woche antreten kann.

          Gegen Granada ging Real schon nach knapp zwei Minuten in Führung. Karim Benzema schloss nach herrlicher Vorlage von Gareth Bale eiskalt ab. Kurz vor der Pause erhöhte Neuzugang Eden Hazard auf 2:0. Dann stellte der für Kroos eingewechselte Luka Modric mit einem tollen Fernschusstor sogar auf 3:0 (61.). Und doch musste das Team des zuletzt kritisierten Trainers Zinedine Zidane noch einmal bangen. Darwin Machis (69./Foulelfmeter) und Domingos Duarte (78.) brachten Granada noch einmal heran. Bei Real leistete sich Ersatzkeeper Alphonse Aréola, der den erkrankten Thibaut Courtois vertrat, einige schwere Patzer. Am Ende machte der spät eingewechselte James Rodriguez alles klar (90.+3).

          Serienmeister Paris Saint-Germain wehrte in der französischen Ligue 1 den Angriff auf die Spitze souverän ab. Am neunten Spieltag setzte sich die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel gegen den Zweiten SCO Angers mit 4:0 (2:0) durch. Im Prinzenpark-Stadion war am Samstag Pablo Sarabia der dominierende Spieler auf dem Platz. Den ersten Treffer erzielte der spanische Mittelfeldspieler nach 13 Minuten selbst, die beiden Tore von Mauro Icardi (37.) und Idrissa Gueye (59.) bereitete der Neuzugang vom FC Sevilla vor. Der Brasilianer Neymar besorgte in der 90. Minute den Endstand. Nach dem siebten Erfolg hat Paris mit 21 Punkten nun fünf Zähler Vorsprung vor Angers, das am 10. Oktober das 100. Vereinsjubiläum begeht.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          
              Die Zeit am Rebstock ist vorbei:   Ein Erntehelfer erntet reife Trauben von einer Weinrebe.

          Neues Weingesetz : Krach im Weinberg

          Das neue Weingesetz ist beschlossen, der Streit unter den Winzern geht weiter. Die Genossenschaften treten aus dem Deutschen Weinbauverband aus. Es geht auch um die Frage: Was definiert die Qualität?

          Besuch in Flutgebieten : Laschet erlebt die Wut

          Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen besucht Orte, die hart von der Flut getroffen wurden. Da entlädt sich der Ärger von Betroffenen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.