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Keine Meisterschaft für Klopp? : Neuer Wirbel beim FC Liverpool

  • Aktualisiert am

Spieler und Trainer beim FC Liverpool: Jürgen Klopp (rechts) klatscht mit Sadio Mané ab. Bild: Picture-Alliance

In der Diskussion um die Fortsetzung der Premier-League-Saison meldet sich nun auch ein Liverpool-Profi zu Wort. Für den Klub von Trainer Jürgen Klopp steht viel auf dem Spiel, doch Sadio Mané äußert sich in eine andere Richtung.

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          Stürmer Sadio Mané vom englischen Tabellenführer FC Liverpool würde akzeptieren, wenn er mit seinem Team in Folge der Coronavirus-Pandemie doch nicht Fußball-Meister werden würde. Zwei Siege fehlen den Reds noch zum ersten Liga-Titel seit 30 Jahren. Ob die Partien allerdings noch gespielt werden, ist offen.

          „Ich will die Spiele gewinnen und die Trophäe holen, das wäre toll“, sagte Mané dem Radiosender talkSport. „Aber in dieser Situation – was immer auch passiert, ich hätte Verständnis dafür.“ Mit 25 Punkten Vorsprung und so kurz vor dem ersehnten Ziel sei das natürlich schwer für Liverpool. „Aber viele Millionen Menschen auf der ganzen Welt hatten es zuletzt schwerer“, betonte der 27-Jährige. „Einige Menschen haben Familienmitglieder verloren.“

          Wegen der Coronavirus-Krise pausiert die Premier League vorerst auf unbestimmte Zeit. Laut britischen Medien gibt es die Überlegung, die Saison im Sommer ohne Publikum zu Ende zu spielen. Mané hat die Hoffnung noch nicht aufgeben. „Für mich persönlich ist das ein Traum“, sagte der Senegalese, „und ich will das Ding dieses Jahr gewinnen.“

          Verluste in Milliardenhöhe drohen

          Der Premier League könnten derweil Verluste in Höhe von umgerechnet mehr als einer Milliarde Euro entstehen, wenn die laufende Saison nicht zu Ende gespielt wird. Das erklärte Liga-Boss Richard Masters in einem Brief an den britischen Abgeordneten Julian Knight, den Vorsitzenden des Ausschusses für Digitales, Kultur, Medien und Sport.

          Sollte die Premier-League-Saison nicht fortgesetzt und regulär beendet werden, drohe dem englischen Fußball „der Verlust von Vereinen und Ligen“, schrieb Masters und warnte vor wirtschaftlichen Herausforderungen „jenseits der Vorstellungskraft“. Der Vorsitzende des englischen Fußballverbandes FA, Greg Clarke, hatte zuvor ebenfalls auf die drohende Gefahr hingewiesen, dass viele Städte „die Klubs ihres Herzens“ für immer verlieren könnten.

          Auch unter diesem Gesichtspunkt verteidigte Masters die Entscheidung mehrerer Klubs, ein Regierungsprogramm zur Rettung von Arbeitsplätzen zu nutzen und ihre Mitarbeiter in den Zwangsurlaub zu schicken. Unter anderem Tottenham Hotspur, Norwich City und Newcastle United hatten die Maßnahme eingeleitet. Auch der FC Liverpool hatte das verkündet, sich nach massiver Kritik der eigenen Fans aber schließlich doch gegen den Schritt entschieden. Die Spieler verzichten bislang noch nicht auf ihr Gehalt.

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