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Klopp und der FC Liverpool : „Das Spiel war nahe an der Perfektion“

Alles Klopp, oder was? In Liverpool ist die Begeisterung um den Trainer groß. Bild: AFP

Seit genau einem Jahr hat der FC Liverpool in der Premier League keine Niederlage mehr kassiert. Der erste Titel seit 1990 kommt immer näher. Doch Klopp hat nach dem Sieg über Sheffield nur einen Wunsch.

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          Jürgen Klopp hatte nur noch ein Ziel – das eigene Bett. Nicht nur seine permanent geforderten Spieler, sondern auch der Trainer sehnt sich nach Regeneration in diesen stressigen Tagen. Während die Bundesliga nach dem Winterschlaf so langsam wieder aufwacht und sich auf die zweite Hälfte der Saison vorbereitet, war an eine Ruhepause in der englischen Premier League traditionell nicht zu denken. Ganz im Gegenteil. Auf der Insel wird durchgespielt. Doch mit dem Erfolg, den Klopp und der FC Liverpool derzeit haben, lässt sich das stramme Programm etwas besser ertragen.

          Tobias Rabe

          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          Durch den 2:0-Heimsieg über Sheffield United am Donnerstagabend vollendete der souveräne Tabellenführer eine beeindruckende Serie, die in dieser Zeit der Dauerbelastung umso erstaunlicher ist. Seit einem Jahr haben Klopp und Liverpool in der heimischen Liga keine Partie mehr verloren. Die bislang letzte Niederlage gab es im Spiel bei Manchester City am 3. Januar 2019. Es war, wie sich später herausstellen sollte, die entscheidende beim Kampf um den Titel. Pep Guardiola und sein Team lagen am Saisonende einen Punkt vor Liverpool.

          Derzeit haben die „Reds“ einen Vorsprung. Und was für einen! Satte 14 Punkte liegt Liverpool vor Manchester City und hat dabei sogar noch ein Spiel weniger absolviert. 13 Punkte sind es bis zum ersten „Verfolger“ Leicester City. Kein Wunder, dass viele Klopp und Co. schon mit der Trophäe für die Meisterschaft in der Hand vor Augen haben. Der Trainer will davon nichts wissen. „Für uns ist es wichtig, dass wir nur auf uns schauen. Wir können Dinge besser machen und müssen das auch“, sagte er nach dem Spiel gegen Sheffield.

          Große Feierlichkeiten sind derzeit sowieso nicht angesagt. „Ich war vorhin in der Kabine bei der Mannschaft und es war keine Partystimmung“, sagte Klopp bei der Pressekonferenz. „Dafür gibt es zwei Gründe. Zum einen befinden wir uns in einer sehr intensiven Zeit. Hier hat keiner mehr Lust, abends auszugehen. Die Jungs sind froh, wenn sie im Bett liegen. Ich übrigens auch.“ Und zum zweiten „möchte sich der ein oder andere Spieler verbessern, weil alle wissen, dass sie es noch besser können.“

          Klopp sieht allerdings auch, wie gut seine Mannschaft, die aus Verletzungsgründen vorerst auf den früheren Leipziger Naby Keita verzichten muss, schon ist. „Im Spiel gegen Sheffield habe ich auch einige Dinge gesehen, die wir besser als in den vergangenen Spielen gemacht haben. Die Leistung war nahe an der Perfektion. Sie war wirklich sehr gut und das macht mich glücklich, um ehrlich zu sein.“

          Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt nun nicht. Am Sonntag geht es im FA-Cup daheim gegen den Stadtrivalen FC Everton (17.01 Uhr bei DAZN), am Samstag (18.30 Uhr bei Sky) danach in der Liga zu José Mourinho und Tottenham Hotspur, ehe Manchester United am 19. Januar (17.30 Uhr bei Sky) an die Anfield Road kommt. Klopp und die Seinen sollten dann wieder hellwach sein, damit der große Traum vom ersten Meistertitel seit 1990 nicht doch noch platzt.

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