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Eurogoals: FAZ.NET mit DAZN : „Das war sensationell gut“

Bei Jürgen Klopp und dem FC Liverpool gelingt derzeit offenbar alles. Bild: Reuters

Liverpool gewinnt Derby mit B-Elf durch Traumtor. Mourinho muss nachsitzen. Barcelona enttäuscht im Stadtduell. Real Madrid stark. Italien wartet auf Ibrahimovics Comeback. Sehen Sie Europas Fußball-Wochenende im Video.

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          Es scheint so, als würde derzeit alles zu Gold, was Jürgen Klopp anfasst. Im Juni gewann er mit dem FC Liverpool die Champions League. Danach gewann er in der englischen Premier League 19 von 20 Partien in dieser Saison und ist auf dem besten Weg zur ersten Meisterschaft des Klubs seit 1990. In der Königsklasse ist das Achtelfinale erreicht. Und selbst im FA-Cup, dem nationalen Pokal, gewann Liverpool in der dritten Runde mit 1:0 gegen den Stadtrivalen FC Everton – mit einer Auswahl voller unbekannter Spieler. All das ist wohl nur möglich, wenn man auf einer Erfolgswelle schwimmt.

          Tobias Rabe

          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          Klopp setzte gegen Everton auf drei Debütanten: Takumi Minamino kam frisch aus Salzburg, Nathaniel Phillips war erst von einer Leihe zum VfB Stuttgart zurückgekehrt, Yasser Larouci stammte aus der eigenen Nachwuchsmannschaft. Als dann noch Routinier James Milner nach neun Minuten verletzt ausgewechselt werden musste, sah es gar nicht gut aus für Liverpool. Doch erst rettete Ersatztorwart Adrian die „Reds“ vor einem Rückstand, später gelang dem gerade 18 Jahre alten Curtis Jones mit einem Traumschuss das goldene Tor – und Klopp bekam das Lachen gar nicht mehr aus dem Gesicht.

          „Das war sensationell gut“, sagte Klopp später. „Das Team war nicht sehr erfahren mit vielen, die auf dieser großen Bühne, vor so vielen Fans, gegen solch einen Gegner noch nie gespielt haben. Das war herausragend. Ich habe jede Sekunde dieses Spiels geliebt.“ Man könne als FC Liverpool nicht immer den besten Fußball der Welt spielen, sagte der stolze Trainer. „Aber wir können kämpfen wie keine andere Mannschaft.“ Evertons Trainer Carlo Ancelotti musste einsehen, „dass wir die Intensität in der zweiten Halbzeit nicht mehr mitgehen konnten.“ Und so jubelte am Ende wieder Klopp.

          Manchester City setzte sich gegen Viertligaklub FC Port Vale dank der Tore von Oleksander Zichenko, Sergio Aguero, Taylor Harwood-Bellis und Phil Foden locker mit 4:1 durch. Das Ehrentor erzielte Tom Pope, der einst über die Qualitäten von Manchesters Nationalspieler John Stones gelästert hatte.

          Die Wolverhampton Wanderers und Manchester United brachten bei ihrem Duell den Ball nicht ein Mal über die Linie. Und weil es im FA-Cup, anders als etwa im DFB-Pokal, weder Verlängerung noch Elfmeterschießen gibt, treffen sich beide Mannschaften nun zum Entscheidungsspiel nochmal.

          Die kurze Winterpause in der spanischen Primera Division endete für den FC Barcelona mit einer Enttäuschung. Im Stadtduell mit dem Tabellenletzten Espanyol gab es ein 2:2. Luis Suarez und Arturo Vidal trafen, Frenkie de Jong indes flog vom Platz. Espanyol nutzt die Überzahl am Ende zum Remis.

          Besser gelang der Jahresauftakt Erzrivale Real Madrid, der nun mit Barca punktgleich in der Tabelle ist und nur wegen der zwei Tore schlechten Differenz Zweiter ist. Das 3:0 beim Madrider Vorortklub FC Getafe leitete Abwehrspieler Raphael Varane mit zwei Toren ein, Luka Modric legte noch nach.

          Weil der FC Sevilla nur zu einem 1:1 gegen Athletic Bilbao kam, ist Atlético Madrid nun Dritter und erster Verfolger des Spitzenduos. Das 2:1 gegen UD Levante durch Tore von Angel Corra und Felipe war hart erkämpft. In einer turbulenten Schlussphase rettete Torwart Jan Oblak die drei Punkte.

          In der italienischen Serie A wird traditionell am Dreikönigstag gespielt. Und so sind Juventus Turin, gegen Cagliari Calcio, und Inter Mailand bei der SSC Neapel, erst an diesem Montag im Einsatz. Alle schauen aber vor allem auf die Rückkehr von Zlatan Ibrahimovic zum AC Mailand gegen Sampdoria Genua.

          Die französische Ligue 1 hatte an diesem Wochenende Pause. Zeit genug also für Partys. Neymar, der Star von Meister und Tabellenführer Paris St. Germain, ließ sich das nicht nehmen, wie Internet-Videos zeigen. Trainer Thomas Tuchel jedenfalls kann damit leben: „Ferien sind zum Genießen da.“

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