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Premier League : Heftige Niederlage für Klopp – Gala von Özil

  • Aktualisiert am

Vier Gegentore? Liverpools Trainer Jürgen Klopp ist „not amused“. Bild: dpa

Für Liverpool geht es in der Premier League bergab. Tottenham lässt dem Team von Klopp keine Chance. Viel besser läuft es für Özil und Arsenal. Und Mourinho ätzt gegen seine eigene Mannschaft.

          Jürgen Klopp hat mit dem FC Liverpool beim 1:4 (1:3) bei den Tottenham Hotspur die zweite Saisonniederlage kassiert und bleibt im Tabellen-Mittelfeld der englischen Premier League. Englands zweimal erfolgreicher Fußball-Nationalspieler Harry Kane (4. Minute/56.), der frühere Bundesliga-Profi Heung-Min Son (12.) und Dele Alli (45.+3) trafen am Sonntag vor 80 827 Zuschauern im Londoner Wembley Stadion für die Spurs. Mohamed Salah konnte lediglich zum zwischenzeitlichen 1:2 verkürzen (24.) Tottenham (20 Punkte) schloss in der Tabelle zum Zweiten Manchester United auf, Liverpool (13) rutschte auf Platz neun ab.

          Mesut Özil hat unterdessen auf die Gerüchte um seine Zukunft beim FC Arsenal mit einer starken Leistung reagiert. Beim 5:2 (1:1)-Erfolg beim FC Everton köpfte er die Gunners in der 53. Minute mit 2:1 in Führung und legte den dritten Treffer durch Alexandre Lacazette (74.) vor. Englische Medien spekulierten zuletzt über einen Wechsel Özils zu Manchester United im Sommer. Nacho Monreal (40.), Aaron Ramsey (90.) und Alexis Sanchez (90.+5) schossen am Sonntag die weiteren Arsenal-Tore. Wayne Rooney (12.) und Oumar Niasse (90.+3) trafen für das Team des stark in der Kritik stehenden Trainers Ronald Koeman.

          David Wagner suchte derweil nach Superlativen. „Es ist einer der stolzesten Momente in meiner Karriere als Trainer“, erklärte der Coach von Premier-League-Aufsteiger Huddersfield Town. Mit seinem Klub hatte er zuvor am Samstag den englischen Fußball-Rekordmeister Manchester United um Startrainer José Mourinho beim 2:1 (2:0) die erste Saisonniederlage zugefügt. „It’s a special moment“, jubelte Wagner. Der deutsche Trainer düpiert „The Special One“. Für Wagner war der erste Liga-Sieg von Huddersfield gegen Man United seit 1952 „sehr außergewöhnlich“. Dafür gab es am Samstag vom geschlagenen Mourinho für den 46 Jahre alten Aufstiegs-Coach warme Komplimente. „Huddersfield hat so gespielt, wie ich es mag“, erkannte er an. „Sie haben mit Aggressivität, Verlangen, Motivation und Hingabe gespielt. Sie haben den Sieg verdient, ganz einfach.“

          Dann nahm Mourinho seine Mannschaft auseinander. Als er hörte, dass United-Mittelfeldspieler Ander Herrera in einem Interview erklärt hatte, „Einstellung und Wille waren nicht vorhanden“, ging der Coach durch die Decke. „Oh mein Gott. Wenn ein Spieler das so sagt und fühlt, sollte er zur Pressekonferenz kommen und alles erklären. Ich kann es nicht“, ätzte Mourinho gegen den Spanier. Vor allem in der ersten Halbzeit agierten die Red Devils harmlos, ohne Struktur und luden die Gastgeber zum Toreschießen ein. Erst patzte Juan Mata beim 0:1 durch Aaron Mooy (28. Minute), beim zweiten Gegentreffer durch Laurent Depoitre (33.) war Victor Lindelöf nicht auf der Höhe. „Ich habe in der ersten Hälfte nur auf Fehler gewartet. Jetzt waren es Mata und Victor. Aber es hätte auch jeder andere sein können, weil die Einstellung schlecht war“, polterte Mourinho weiter.

          Neben Wagners Huddersfield war auch Manchester City mit Pep Guardiola der große Gewinner des Spieltags. Durch das 3:0 gegen den FC Burnley baute der Spitzenreiter in der Tabelle seinen Vorsprung auf den Lokalrivalen auf fünf Punkte aus. Sergio Agüero (30.), Nicolás Otamendi (73.) und Nationalspieler Leroy Sané (75.) mit seinem fünften Saisontreffer sorgten für den elften Pflichtspielsieg in Serie. „Im Mai zählt es, nicht im Oktober“, mahnte Guardiola. „Im vergangenen Jahr haben wir zehn Partien nacheinander gewonnen, und am Ende gab es keine Titel.“

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