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Premier League : Großer Frust bei Klopp

  • Aktualisiert am

Gegen Kellerkind West Ham United reicht es für Jürgen Klopps FC Liverpool nicht zu einem Sieg. Bild: Reuters

Wieder gewinnt Liverpool nicht. Der Rückstand zu Spitzenreiter Chelsea in der Premier League wächst. Und bei Manchester City wird die Kritik an Trainer Pep Guardiola größer.

          2 Min.

          Der FC Liverpool droht in der Fußball-Premier League den Anschluss an die Tabellenspitze zu verlieren. Das Team von Jürgen Klopp blieb durch das 2:2 gegen West Ham United am Sonntag zum zweiten Mal nacheinander ohne Sieg und hat als Tabellendritter nun schon sechs Punkte Rückstand auf den FC Chelsea. Die Londoner kamen durch das mühevolle 1:0 gegen West Bromwich Albion zum neunten SIeg nacheinander und holten sich die Tabellenführung vom FC Arsenal zurück. Die Gunners hatten am Samstag mit dem 3:1 gegen Stoke City vorgelegt und für 24 Stunden auf Platz eins gerückt.

          Der Frust bei Jürgen Klopp war groß. Eine Woche nach dem 3:4 beim AFC Bournemouth begann sein Team gegen das kriselnde West Ham United stark und führte dank Adam Lallana (5.) früh. Doch ein Freistoß von Dimitri Payet (27.) bescherte den Gästen den Ausgleich und ließ Torwart Loris Karius unglücklich aussehen. Michael Antonio (39.) drehte die Partie sogar für die Hammers, bevor Divock Origi (48.) den Endstand herstellte.

          Chelsea-Trainer Antonio Conte jubelte nach dem Abpfiff gegen West Brom ausgelassen. Mann des Spiels war Diego Costa, der mit zwölf Saisontoren nun Toptorschütze der Liga ist. Costas Treffer war einer von nur zwei Chelsea-Torschüssen im gesamten Spiel. Manchester United gelang dank Henrich Mchitarjan ein wichtiges 1:0 gegen das bisher ungeschlagene Tottenham Hotspur. Der ehemalige BVB-Stürmer schoss das Siegtor, musste aber in der Schlussphase nach einem Foul verletzt vom Platz getragen werden. Coach José Mourinho deutete an, dass der Armenier zwei Wochen fehlen könnte. Wayne Rooney blieb auf der Bank. Bastian Schweinsteiger stand erneut nicht im Kader.

          Bei Rivale Manchester City verteidigte der frühere Bayern-Trainer Pep Guardiola nach dem 2:4 in Leicester seine wenig erfolgreiche Spielweise gegen die zunehmende Kritik. „Am System liegt es nicht“, sagte Guardiola nach der zweiten Pleite in Folge. Eine Woche nach dem 1:3 gegen Chelsea offenbarte City abermals große Defensivprobleme. Die Tageszeitung „Guardian“ sah eine „Zerstörung Manchesters“, das nun sieben Punkte Abstand zur Spitze hat.

          Meister Leicester City konnte nach dem vierten Saisonsieg zumindest kurz aufatmen. „Das war das wahre Leicester“, sagte Coach Claudio Ranieri zufrieden. Stürmer Jamie Vardy gelang nach 16 torlosen Pflichtspielen ein Dreierpack. Ranieri scherzte: „Nach dem Spiel hab ich zu ihm gesagt: ’Willkommen zurück!’“

          Der FC Arsenal siegte gegen Stoke City und stand so für eine Nacht an der Tabellenspitze. Die Gunners sind 14 Ligaspiele ungeschlagen. „Wir sind nach dem ersten Spiel (3:4 gegen Liverpool) beständig geblieben“, konstatierte Coach Arsène Wenger. „Jetzt müssen wir konzentriert bleiben und uns weiter verbessern wollen.“ Dabei muss Wenger vorerst auf Verteidiger Shkodran Mustafi verzichten. Der deutsche Nationalspieler fällt wegen einer Muskelverletzung bis zu drei Wochen aus. Für Mustafis Weltmeister-Kollege Mesut Özil lief es besser. Er traf per Kopf zum 2:1 und twitterte später: „Setz deinen Kopf ein, haben sie gesagt.“

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