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Premier League : Dramatischer Liverpool-Sieg durch spätes Eigentor

  • Aktualisiert am

Roberto Firmino traf zum 1:0, Mohamed Salah (rechts) jubelt mit ihm. Bild: AFP

Der Titelkampf in England zwischen Klopp und Guardiola spitzt sich zu: Liverpool gewinnt das Topspiel gegen Tottenham in der letzten Minute und übernimmt wieder Platz eins. Dabei wird ein Spieler zur tragischen Figur.

          Im spannenden Zweikampf um den Titel der englischen Premier League hat der FC Liverpool am Sonntag einen wichtigen Sieg gefeiert und wieder die Tabellenführung übernommen. Durch ein spätes Eigentor schlug die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp zuhause den Tabellendritten Tottenham Hotspur mit 2:1 (1:0). Liverpool-Konkurrent und Titelverteidiger Manchester City war am Samstag durch ein 2:0 (2:0) beim FC Fulham vorübergehend auf Platz eins vorgerückt.

          Ein Eigentor von Tottenhams Toby Alderweireld in der 90. Minute ließ das Publikum in Anfield jubeln. In der starken ersten Halbzeit hatte Roberto Firmino (16.) die Reds in Führung geschossen. Doch in der zweiten Hälfte wurden die Spurs stärker, und Lucas Moura (70.) gelang der verdiente Ausgleich. Beide Teams spielten danach auf Sieg. Einen Schuss von Mohamed Salah konnte Spurs-Torwart Hugo Lloris nicht festhalten, der Ball prallte von Alderweireld ins Tor.

          Damit liegt Liverpool mit 79 Punkten weiter zwei Zähler vor Meister Manchester City. Das Team von Pep Guardiola hat allerdings ein Spiel weniger absolviert und könnte mit einem Sieg im Nachholspiel gegen Cardiff City am Mittwoch wieder Erster werden. Guardiola verriet nach dem Sieg am Samstag sein Erfolgsrezept. „Jedes Spiel gewinnen, dem Trainer gehorchen“, scherzte er und schwärmte überschwänglich von einem „unglaublichen Ergebnis“. Sein Team habe ihn „beeindruckt“.

          Dabei war der Tabellenvorletzte Fulham keine große Herausforderung für die Citizens. Bernardo Silva (5.) und Sergio Agüero (27.) erzielten die Treffer für den Meister. Es hätten auch mehr sein können. Mit 72 Gegentoren hat Fulham den mit Abstand schlechtesten Wert der Liga. Bei 16 Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz sind die Londoner, bei denen der frühere Dortmunder André Schürrle erst in der Schlussphase kam, praktisch nicht mehr zu retten. Die Fans von Man City können weiter von vier Titeln träumen. Doch Guardiola äußerte sich dennoch zurückhaltend. „Wir denken nicht zu viel darüber nach, was die Leute über das Quadrupel reden“, sagte er. „Niemand hat vier gewonnen. Wir können das nicht erwarten und sollten da keinen Druck ausüben.“

          Für Huddersfield Town ist der Druck endgültig vorbei. Nach einem 0:2 (0:2) bei Crystal Palace steht der Club als erster Absteiger fest - so früh wie nur ein Team zuvor in der Premier League (Derby County im Jahr 2009). 24 Niederlagen, fünf Unentschieden und drei Siege sind die bittere Bilanz der Terriers, die vor zwei Jahren unter Trainer David Wagner sensationell aufgestiegen waren. Dessen Nachfolger Jan Siewert will das wiederholen: „Wir werden stärker zurückkommen.“

          Englands Rekordmeister Manchester United setzte sich im ersten Spiel nach Ole Gunnar Solskjaers Beförderung zum Cheftrainer mit Mühe gegen den FC Watford durch. Beim 2:1 (1:0) trafen Marcus Rashford (28.) und Anthony Martial (72.) für die Red Devils. „Watford hätte die Führung verdient gehabt“, räumte Solskjaer ein. „Man hat gesehen, dass wir eine Länderspielpause hinter uns haben.“ Durch den wichtigen Sieg überholte Man United zumindest bis Montag den FC Arsenal, einen direkten Konkurrenten um einen Champions-League-Platz.

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