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Titelkampf in Premier League : Klopp und der späte Sieg seiner „Monster“

  • Aktualisiert am

Mohamed Salah trifft spät und entledigt sich seines Trikots – die Kollegen freuen sich mit. Bild: AFP

Zuletzt profitierte die Elf von Jürgen Klopp von einem Eigentor in der Nachspielzeit. Auch beim FC Southampton droht ein Rückschlag im Kampf um den englischen Titel. Doch dann sprintet ein Liverpooler über 60 Meter – und trifft.

          Teammanager Jürgen Klopp hat mit dem FC Liverpool einen drohenden Rückschlag im Kampf um die englische Fußball-Meisterschaft abgewendet. Zum Auftakt des 33. Spieltags kamen die Reds durch späte Treffer von Mohamed Salah (80.) und Jordan Henderson (86.) noch zu einem 3:1 (1:1) beim FC Southampton. Liverpool übernahm damit die Tabellenführung von Manchester City, das zwei Punkte Rückstand hat. Die Citizens treten erst am 24. April zum schweren Auswärtsspiel bei Manchester United an.

          Im St. Mary's Stadium begann Liverpool behäbig und kassierte gleich die Quittung: Shane Long nutzte einen Stellungsfehler von Andrew Robertson, um die vom früheren Leipzig-Coach Ralph Hasenhüttl trainierten Gastgeber in Führung zu köpfen (9.). Liverpool bekam nur langsam Tempo ins Spiel, trotzdem gelang Naby Keita noch vor der Pause der Ausgleich (36.). In Halbzeit zwei belohnte sich Liverpool spät für ein intensives Powerplay: Salah traf nach einem Sololauf über den halben Platz, ehe Kapitän Henderson, ebenfalls nach einem langen Lauf auf Vorlage von Roberto Firmino, für die Entscheidung sorgte.

          „Ich bin sehr, sehr glücklich über diesen Sieg. Es ist nicht einfach, hier zu gewinnen“, sagte Klopp erleichtert und lobte sein Team: „Die Jungs sind Mentalitätsmonster. Wir waren dominant, sind ruhig geblieben und haben auf unseren Moment gewartet. Das waren dann herausragende Tore bei fantastisch ausgespielten Kontern.“

          Sollte am Saisonende erstmals seit 1990 wieder Liverpool oben stehen und Meister werden, wäre dies „eine Meisterschaft des Willens, der Hingabe, der Haltung, des Charakters“ – und gar nicht hoch genug einzuschätzen, wie Klopp schon nach dem Last-Minute-Sieg am vergangenen Wochenende über Tottenham sagte. „Wir konkurrieren mit ManCity! Sagen Sie mir zwei Teams auf der Welt, die im Moment besser sind“, meinte der Liverpool-Teammanager.

          Schwerster Gegner im Restprogramm ist von Liverpool ist nun der FC Chelsea (14. April). Manchester City bekommt es noch mit den Spurs (20. April) zu tun und muss noch zu Stadtrivale United (24.). „Die Fans gieren nach dem Titel“, meinte Salah schon vor dem Spiel am Freitag, „und wir geben alles, um das zu schaffen.“

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