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Großer Ärger nach Verbot : Kein Sexspielzeug auf der Brust

  • Aktualisiert am

Beim Saisonbeginn noch ohne aufgedruckten Sponsor, das könnte nun so bleiben: Sergio Pena und der FC Emmen Bild: Picture-Alliance

Dem Fußballverein FC Emmen wird in der ersten niederländischen Liga ein Deal mit einem speziellen Hauptsponsor verweigert. Die Begründung stößt auf großes Erstaunen.

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          Die Spieler des niederländischen Erstligaklubs FC Emmen dürfen in dieser Saison auf ihrer Brust nicht für Sexspielzeug Werbung machen. „Erstaunt und verärgert“ reagierte der Klub auf das Verbot der Zulassung des Deals mit seinem Hauptsponsor durch den niederländischen Fußball-Verband KNVB.

          Dieser begründete seine Entscheidung damit, dass der Fußball „für Jung und Alt zugänglich ist und sein muss“. Emmen kündigte an, rechtliche Schritte gegen das Verbot zu prüfen.

          Der Sposor, der einen Online-Handel für Sexspielzeug betreibt, kritisierte die nach eigener Meinung zu prüde Haltung des Verbandes. „Die Tatsache, dass Erotik und Sexualität für manche immer noch unangenehme Themen sind, geht aus der Entscheidung des KNVB abermals hervor“, hieß es in einer Mitteilung. Emmen, das am ersten Spieltag ohne Sponsor auf der Brust aufgelaufen war, soll durch das Verbot Einnahmen von über 500.000 Euro verloren gehen.

          In Deutschland hatte der FC Homburg in einem ähnlichen Fall Ende der 1980er Jahre für Aufsehen gesorgt. Die Saarländer wollten für einen Kondomhersteller Werbung machen, was dem DFB überhaupt nicht gefiel – der Verband drohte mit Punktabzug und verhängte eine Geldstrafe.

          Die Saarländer traten dann zeitweilig in ihren grün-weißen Trikots an, auf denen der Werbeschriftzug mit einem schwarzen Balken abgeklebt war. Das Landgericht Frankfurt/Main entschied dann aber im Februar 1989, dass die Werbung für Kondome nicht gegen Sitte und Moral verstoße.

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