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DFB-Pokal gegen Rödinghausen : Der Plan der Bayern für Dortmund steht schon

  • Aktualisiert am

Rödinghausen vor Augen: Bayern-Trainer Niko Kovac. Bild: AFP

Die Münchner wollen ihre Siegesserie verlängern vor dem Topspiel gegen den BVB im November. Doch beim Duell im DFB-Pokal mit Rödinghausen plagen die Bayern personelle Sorgen.

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          Zu viel Dortmund-Gerede vor einem klassischen David-gegen-Goliath-Duell im DFB-Pokal wollte Niko Kovac lieber nicht zulassen. Und doch stehen beim FC Bayern die anstehenden sportlichen Aufgaben alle unter einem Motto: Heißlaufen für den deutschen Fußball-Clásico, das Liga-Topspiel am 10. November gegen den BVB.

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          „Dortmund ist jetzt noch weit weg“, erklärte Kovac am Montag, als es beim Rekordpokalsieger hieß, den Fokus auf die Pflichtaufgabe gegen den SV Rödinghausen zu richten. Trotz erheblicher Personalprobleme kann die Partie am Dienstag (20.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zum DFB-Pokal, in der ARD und bei Sky) in Osnabrück gegen den Viertligaverein nur zum weiteren Münchner Aufbauprogramm für den bevorstehenden Kampf um die Bundesligaspitze gezählt werden. Kovac drückte es so aus: „Wir wollen das Spiel in Dortmund so vorbereiten, dass wir am besten mit drei Siegen in das Spiel gehen.“

          SV Rödinghausen (Pokal), SC Freiburg (Bundesliga) und AEK Athen (Champions League) heißt das Münchner Warm-up für Dortmund. Am Ende stehen in Kovacs Wunschvorstellung sieben Siege am Stück bis zur nächsten Länderspielpause im Anschluss an das Dortmund-Spiel – inklusive Rückkehr an die Spitze der Bundesliga-Tabelle. „Wir sind wieder in der Erfolgsspur, aber wir möchten auch die nächsten Spiele gewinnen“, sagte der 47-Jährige. „Wir wollen im Pokal überwintern, in der Bundesliga die nächsten zwei Spiele gewinnen und in der Champions League einen großen Schritt Richtung Achtelfinale machen.“ Parallel zu weiteren positiven Ergebnissen soll aber auch die Leistungskurve ansteigen, um für Dortmund gewappnet zu sein.

          „Sicherlich müssen wir uns spielerisch verbessern. Das ist klar“, sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic, der noch vielfältigen Bedarf für Verbesserungen sieht, etwa beim Einsatz der eigenen Angreifer. Die spielerische Steigerung muss dabei im laufenden Spielbetrieb erfolgen, weil für Training und Feinarbeit in den englischen Wochen kaum Zeit bleibt. „Für Trainer, die alle drei Tage spielen, ist es überschaubar, was man im technisch-taktischen Bereich machen kann“, sagte Kovac. Gegen Rödinghausen, Tabellenfünfter der Regionalliga West, geht es zunächst einmal ums Weiterkommen. „Wir haben in der ersten Runde gesehen, dass das nicht so einfach ist“, erinnerte Kovac an das 1:0 gegen die SV Drochtersen/Assel, ebenfalls vierte Liga.


          Auch die großen Bayern könnten in Osnabrück übrigens mit einigen Regionalliga-Akteuren auflaufen. Kovac muss den Münchner Kader mit den Nachwuchskräften Meritan Shabani, Paul Will, Wooyeong Jeong und Christian Früchtl (Tor) auffüllen, weil er mehrere Ausfälle beklagt. Jérôme Boateng und James Rodríguez sind krank. Arjen Robben muss wegen einer Rückenblockade pausieren. Ersatztorwart Sven Ulreich bleibt bei seiner Frau, die das zweite Kind erwartet.

          Auch Mats Hummels blieb in München. Der Nationalspieler stand zwar am Montag wieder auf dem Trainingsplatz, kann aber wie schon zuletzt in Mainz wegen leichter neuromuskulärer Beschwerden nicht spielen. Leon Goretzka zählt nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung in Mainz dagegen wieder zum Aufgebot. Kovac muss also teilweise improvisieren. Einem bisherigen Allesspieler wie Joshua Kimmich würde er zudem gerne mal eine Verschnaufpause gönnen. Die kleine Siegesserie soll aber unabhängig vom Personal weitergehen. „Wir müssen die nötige Einstellung an den Tag legen“, fordert Kovac.

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