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Bayern München : Guardiola äußert sich zu Wechselgerüchten

  • Aktualisiert am

„Ich werde nächste Saison hierbleiben“: Pep Guardiola Bild: Reuters

Nach Spekulationen um einen Wechsel nach Manchester äußert sich Bayern-Trainer Pep Guardiola deutlich. Vor dem Rückspiel gegen Barcelona meldet sich auch Franz Beckenbauer zu Wort – und übt Kritik am Coach.

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          Pep Guardiola hat sich nach den abermaligen Gerüchten um das große Interesse von Manchester City klar zum FC Bayern bekannt. „Oh, Jungs. Ich habe es 200 Millionen Mal gesagt an der Säbener Straße. Ich habe noch ein Jahr mehr Vertrag. Ich werde nächste Saison hierbleiben. Das ist alles“, sagte der Trainer des deutschen Fußball-Rekordmeisters am Montag in München. Bis zum 30. Juni 2016 läuft der Kontrakt des Spaniers, der seit 2013 beim FC Bayern arbeitet. Die Münchner Klub-Bosse bekundeten mehrfach Interesse an einer Vertragsverlängerung. Guardiola selbst betonte wiederholt, dass ein Gespräch noch Zeit habe.

          Bei der nötigen Aufholjagd gegen den FC Barcelona wird Guardiola die Bayern nicht blind nach vorne stürmen lassen. Für den Trainer ist eine stabile Abwehr die unverzichtbare Basis für ein mögliches Münchner Fußball-Wunder am Dienstag (20.45 Uhr / Live im ZDF, bei  Sky und im Champions-League-Ticker bei FAZ.NET) im Halbfinal-Rückspiel.

          „Wir müssen gut verteidigen, das ist das Erste“, sagte Guardiola mit Blick auf die „sehr starke“ Barça-Offensive um Lionel Messi und Neymar, die im Hinspiel für Barcelona getroffen hatten. Er werde versuchen, den 0:3-Rückstand über die „Kontrolle des Spiels“ aufzuholen, kündigte der Spanier an. Die „deutsche Mentalität“, wild nach vorne rennen zu wollen, sei keine taugliche Strategie, betonte Guardiola: „Herz ja, aber auch mit Kopf“, lautet Guardiolas Plan.

          Die Mannschaft ist entschlossen, das Unmögliche zumindest zu versuchen. „Wir müssen was bewegen. So sind wir drauf“, sagte Weltmeister Thomas Müller. Vorbild sei der 6:1-Sieg gegen den FC Porto, mit dem der deutsche Rekordmeister im Viertelfinale ein 1:3 aus dem Hinspiel im eigenen Stadion ausgleichen konnte. „Wir können nicht davon ausgehen, dass es läuft wie gegen Porto. Aber wir brauchen’s“, sagte Müller bei der Pressekonferenz am Montag.

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          Franz Beckenbauer kritisierte derweil die Transferpolitik des FC Bayern. „Zu den Verletzungen kommt hinzu: Man hat in der Winterpause unnötig zwei Spieler abgegeben“, sagte Bayern Münchens Ehrenpräsident am Sonntagabend beim Pay-TV-Sender Sky. In der Winterpause hatten Xherdan Shaqiri (Inter Mailand) und Pierre-Emile Højbjerg (FC Augsburg) den Verein verlassen. Der 69-Jährige stellte auch die Taktik von Guardiola bei der 0:3-Niederlage im Champions-League-Hinspiel beim FC Barcelona infrage: „Ich habe mich auch gewundert über die Dreierabwehrkette“, sagte Beckenbauer, „das hab ich als höchstgefährlich empfunden.“

          Mit Außenverteidiger Rafinha links in einer Dreierkette sowie einem sehr linksseitig verdichteten Mittelfeld wollte Guardiola Lionel Messi stoppen. Er hatte noch in der ersten Halbzeit auf eine Viererkette umgestellt und Rafinha auf die rechte Seite geschickt. Zuvor hatte Beckenbauer auch Mario Götze kritisiert. „Götze ist ein großartiges Talent“, sagte er in München. „Manchmal kommt er mir noch ein bisschen vor wie ein Jugendspieler, der leichtfertig die Bälle dann weggibt.“ Götze müsse daran und am Körpereinsatz arbeiten.

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