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Ersatz für Schweinsteiger : FC Bayern steht vor Millionen-Deal mit Vidal

  • Aktualisiert am

Für 36 Millionen von Turin nach München? Arturo Vidal Bild: dpa

Der FC Bayern hat nach dem Verkauf von Bastian Schweinsteiger einen neuen Star für sein Mittelfeld gefunden - der Transfer Arturo Vidals von Juventus Turin scheint so gut wie besiegelt.

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          Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat den bevorstehenden Transfer von Chiles Fußball-Nationalspieler Arturo Vidal so gut wie bestätigt. „Details wie Transfervereinbarung oder Spielervertrag, so weit sind wir noch nicht. Da wird man noch Geduld haben müssen. Ich hoffe, dass am Ende des Tages der Spieler zu uns kommt“, sagte Rummenigge am Donnerstagabend vor der Abreise der Münchner zu einer Werbetour nach China. Vidal soll nach der Einigung mit Juventus Turin einen Fünfjahresvertrag beim deutschen Rekordmeister erhalten, aber wohl erst nach der China-Reise zur Mannschaft stoßen. Als Ablöse sind 36 Millionen Euro im Gespräch. Vidal soll Bastian Schweinsteiger ersetzen, der zu Manchester United gewechselt ist.

          Auch italienischen Medienberichten zufolge haben sich die beiden Vereine auf einen Wechsel von Vidal geeinigt. Das meldete die Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag. Demnach könnte der 28-Jährige bereits am Abend einen Vertrag beim deutschen Rekordmeister unterschreiben. Auch die italienische Tageszeitung „Gazzetta dello Sport“ berichtete, beide Seiten verhandelten nur noch die letzten Details.

          Vidal, der von 2007 bis 2011 für Bayer Leverkusen 117 Bundesligaspiele bestritt (15 Tore), hatte zuletzt noch seinen Urlaub nach dem Gewinn der Copa América mit Chile genossen. Bei der Südamerika-Meisterschaft in seinem Heimatland hatte der mit Tattoos übersäte Mittelfeld-Kämpfer aber nicht nur mit Top-Leistungen für Furore gesorgt. Nach einem Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss mit einem Sportwagen entschuldigte sich der Spieler mit Tränen in den Augen öffentlich bei seinen Landsleuten. „Ich habe das Leben meiner
          Frau und das von vielen Menschen riskiert. Es tut mir sehr leid“, erklärte Vidal, der trotzdem in Chiles Team verbleiben durfte.

          Ein Engagement des Heißsporns beim FC Bayern hätte auch eine pikante Note. Vidal hatte die Bayern im Sommer 2011 mit seinem Wechsel nach Turin brüskiert. Ex-Coach Jupp Heynckes wollte den Mittelfeldmann damals unbedingt mit nach München nehmen und hatte bereits die Zusage des Spielers. Weil dieser seine Meinung änderte und nach Italien ging - auch weil Leverkusen ihn vorzeitig nur ins Ausland ziehen lassen wollte - warf ihm der damalige Bayern-Präsident Uli Hoeneß Wortbruch vor. „Solche Spieler möchte ich nicht bei Bayern haben“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und meinte: „Hätte Vidal
          denselben Charakter wie (Manuel) Neuer oder (Jérôme) Boateng, dann hätte das geklappt.“

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