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DFB-Pokal : Der Bayern-Plan für den Kurzausflug nach Kiel

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Der FC Bayern möchte über die Hürde Holstein Kiel ins Achtelfinale des DFB-Pokals einziehen. Bild: Reuters

Nach der Bundesliga-Niederlage in Gladbach sind die Münchner im DFB-Pokal in Kiel gefordert. Mit einem Kurztrip möchte der FC Bayern die Aufgabe erledigen. Doch vorher gibt es einige Sorgen für die Elf von Hansi Flick.

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          Pflicht erfüllen, Körner sparen: Den Ausflug an die Ostseeküste will Hansi Flick ohne zu große Strapazen hinter sich bringen. „Es ist ein schmaler Grat“, sagte der Trainer von Bayern München vor dem nachgeholten Zweitrundenspiel im DFB-Pokal beim aufstrebenden Zweitliga-Dritten Holstein Kiel. Seine Mannschaft habe aber „schon eine Fitness, dass sie das normalerweise überstehen kann“.

          DFB-Pokal

          Im hohen Norden will der Rekordmeister am Mittwoch (20.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zum DFB-Pokal, in der ARD und bei Sky) zum 20. Mal in Serie ins Pokal-Achtelfinale stürmen und seine „Mission Triple-Verteidigung“ fortsetzen. Und sich außerdem für die 2:3-Pleite in der Liga bei Borussia Mönchengladbach rehabilitieren. „Wir sind immer noch Tabellenführer“, betonte Flick, der zwar abermals die „drei individuellen Fehler“ vor den Gegentoren bemängelte, aber meinte: „Abhaken. Es ist nichts passiert.“

          Natürlich, „in der letzten Reihe gibt es Dinge“, sagte der Triple-Trainer, „die wir besser machen müssen“. Weniger Fehler im Spielaufbau, besseres Absichern. Erste Gelegenheit dazu haben die Münchner im Pokal-Nachholspiel in Kiel. Die „Störche“ wollte Flick auf gar keinen Fall unterschätzen, schließlich hätten diese nichts zu verlieren: „Der Pokal hat besondere Gesetze“, bemühte er eine altbekannte Floskel: „Ich weiß, wie es ist, wenn ein Underdog gegen die beste deutsche Mannschaft spielt. Da sind alle motiviert und du musst als Trainer gar nichts sagen.“

          Große Rotationen wird der Bayern-Coach in der ersten Englischen Woche des Jahres allerdings wohl keine vornehmen, zumindest ließ er sich nicht in die Karten blicken. Einzig Flügelflitzer Kingsley Coman (Muskulatur), Mittelfeldmann Leon Goretzka (Wade) und Stürmer Eric Maxim Choupo-Moting (Rücken) werden am Mittwoch nicht mit nach Kiel fliegen.

          Wieder vertrauen darf der 55-Jährige auf Nationalspieler Serge Gnabry, der nach seiner Prellung über dem Schienbein zurückkehren wird. Am Mittwoch wird das Team um 14.00 Uhr im Hotel ankommen, da gibt es laut Flick noch „genügend Zeit, um nochmal kurz Kräfte zu sammeln“. Offensiv sind die Bayern im ersten Pflichtspiel gegen die Kieler seit 1954 jedenfalls gefordert – es wartet die beste Verteidigung der zweiten Bundesliga. Größere Baustellen hat Flick aber in der Defensive zu bearbeiten: Fünf Gegentore in den ersten beiden Spielen 2021, dazu in den letzten 14 Partien nur einmal am Ende die Null.

          Das betrifft auch Welttorhüter Manuel Neuer, der schon seit Wochen auf den nächsten Rekord wartet. Noch ein Spiel ohne Gegentor benötigt der 34-Jährige, um die Bestmarke von Oliver Kahn (196) einzustellen. Ein Bayern-Profi wird am Mittwoch indes ein kleines Deja-vu erleben: David Alaba. In der Saison 2009/10 war der 28 Jahre alte Österreicher dabei, als die zweite Mannschaft der Münchner in der dritten Liga zweimal auf die Störche traf. In Kiel gab es damals ein 2:2, dieses Resultat und eine mögliche Verlängerung wollen die Bayern natürlich verhindern.

          Der Außenseiter aus Schleswig-Holstein hofft auf dem Weg zur Sensation darauf, dass „sich die Tür vielleicht ein Stück weit öffnet“, sagte Kiels Trainer Ole Werner: „Dann wollen wir mit einer guten Leistung da sein.“ Der Sieger trifft im Achtelfinale in drei Wochen im eigenen Stadion auf Darmstadt 98, einen weiteren Zweitligaverein.  

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