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Ansage von Bayern-Trainer : „Da werde ich richtig sauer“

  • Aktualisiert am

Über „unfaire“ Kritik verärgert: Bayern-Coach Hansi Flick Bild: EPA

Der FC Bayern München trifft im DFB-Pokal auf Holstein Kiel. Zuvor spricht der Münchner Trainer Hansi Flick über die Erwartungen an das Spiel – und an seine Mannschaft.

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          Der FC Bayern München muss sein Nachholspiel im DFB-Pokal beim Fußball-Zweitligateam Holstein Kiel ohne die angeschlagenen Offensivspieler Kingsley Coman und Eric Maxim Choupo-Moting bestreiten. Flügelstürmer Coman hat abermals muskuläre Probleme. Entsprechend werde man bei ihm „kein Risiko“ eingehen, sagte Trainer Hansi Flick an diesem Dienstag.

          DFB-Pokal

          Mittelstürmer Choupo-Moting fällt für die Zweitrundenpartie am Mittwoch (20.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zum DFB-Pokal sowie in der ARD und bei Sky) in Kiel wegen Rückenproblemen aus. Dafür kann Flick wieder mit Nationalspieler Serge Gnabry planen, der nach einer Schienbeinprellung wieder voll mit dem Team trainieren konnte.

          Die Bayern reisen ausnahmsweise erst am Spieltag nach Kiel. Als Begründung nannte Flick die aktuell „vielen Spiele und viel Zeit in Hotels“. Flick äußerte Respekt vor den Kielern, die sich in der zweiten Liga oben festgesetzt hätten: „Kiel hat nichts zu verlieren.“ Der Sieger trifft im Achtelfinale auf den Zweitligaklub Darmstadt 98.

          Lahm lobt Kimmich

          Nach der Bundesliga-Niederlage in Mönchengladbach und der hohen Gegentorquote erwartet Flick eine bessere Leistung seiner Mannschaft, gerade defensiv. „Es geht darum, dass wir unser Optimum ausschöpfen.“ Sein Job sei es aber auch, „Ruhe zu bewahren“. Angesichts zunehmender Kritik an einzelnen Neuzugängen wie Douglas Costa oder dem Talent Tiago Dantas reagierte der Bayern-Coach in der Video-Pressekonferenz scharf: „Aber wenn's Spieler angeht, werde ich richtig sauer, wenn es unfair ist.“

          Der frühere Bayern-Kapitän Philipp Lahm (37) erkennt derweil bei Joshua Kimmich (25) im zentralen Mittelfeld das Potenzial zum internationalen Ausnahmespieler. „Jetzt, da er etabliert ist, ist es schon wichtig, dass man ihn mit einer Position identifiziert und dass er sich auf dieser Position zu einem Weltklassespieler entwickelt. Bei Joshua sehe ich diese Möglichkeit im zentralen Mittelfeld“, sagte Lahm im Interview dem „Kicker“ (Montag). „Auf der Außenbahn sind von jeher schon immer schnelle Spieler zum Einsatz gekommen. Dieser Trend verstärkt sich, gepaart mit einer starken Physis.“

          Kimmich wird oft mit dem Weltmeister-Kapitän von 2014 verglichen. Auch Lahm wurde zunächst meist als rechter Verteidiger aufgeboten. Pep Guardiola und Bundestrainer Joachim Löw erkannten aber auch im zentralen defensiven Mittelfeld enormes Potenzial. „Für Joshua ist es erst einmal ein Segen“, meinte Lahm zur Vielseitigkeit Kimmichs. „Es war Pep Guardiola, der ihn ins kalte Wasser geworfen und ihn auf den unterschiedlichsten Positionen eingesetzt hat. Dadurch hat er auf allerhöchstem Niveau Erfahrung gesammelt und konnte sich entwickeln.“

          Kimmich ist beim deutschen Meister FC Bayern unter Flick und auch im Nationalteam mittlerweile im Mittelfeld gesetzt. Löw machte Kimmich bei der EM 2016 erst zum rechten Verteidiger und damit Nachfolger von Lahm sowie nach der verkorksten WM 2018 schließlich zum Sechser in der Nationalelf. Im Verein wiederholten sich diese Entwicklungen.

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