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Karl-Heinz Rummenigge : Bayern-Boss kritisiert Terminhatz durch Uefa-Plan

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„Ich halte es eigentlich für nicht gut, was da gerade diskutiert und hoffentlich noch nicht final beschlossen worden ist“: Karl-Heinz Rummenigge Bild: dpa

Dem Fußball steht bis Ende des Jahres eine beispiellose Terminhatz bevor. Die Uefa bringt in der Corona-Krise nun Struktur in den Spielplan. Doch nicht alle sind glücklich. Auch Karl-Heinz Rummenigge übt Kritik.

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          FC Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge blickt mit Sorge auf den engen Terminplan im August und September. „Ich halte es eigentlich für nicht gut, was da gerade diskutiert und hoffentlich noch nicht final beschlossen worden ist“, sagte der 64-Jährige am Donnerstag im ZDF-„Morgenmagazin“ mit Blick auf die Ansetzung von Länderspielen Anfang September.

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          Am Mittwoch hatte die Europäische Fußball-Union zudem das Champions-League-Finalturnier in Lissabon für den Zeitraum vom 12. bis 23. August terminiert. In der Europa League wird vom 10. bis zum 21. August in Deutschland gespielt. „Wenn eine Mannschaft, egal ob Leipzig, Bayern oder Leverkusen, weit im Wettbewerb kommt, muss man garantieren, dass die Spieler anschließend mindestens zwei Wochen Urlaub haben“, sagte Rummenigge.

          Die Bayern müssen noch ihr Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea absolvieren (Hinspiel: 3:0), RB Leipzig steht bereits im Viertelfinale. Leverkusen ist wie der VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt noch in der Europa League dabei. Bezogen auf den Europapokal sei er froh, „dass die Uefa die Champions League zu Ende spielt“, sagte Rummenigge, „weil ich ein erbitterter Gegner von Entscheidungen am grünen Tisch bin.“

          Die Nationalmannschaft spielt in der Nations League am 3. September gegen Spanien und drei Tage später in der Schweiz. Laut Rummenigge plant zudem die Bundesliga derzeit, dass „die neue Saison Mitte September gestartet wird.“ Ein möglicher Termin wäre dann Freitag, der 11. September. Nach wochenlanger Fußball-Pause erwartet die Fans und Vereine in den Monaten bis Weihnachten eine wahre Terminhatz. Dem am Mittwoch verabschiedeten Kalender der Europäischen Fußball-Union zufolge werden bis zum Jahreswechsel nur wenige Woche vergehen, die keine „englischen“ sind. Zumal in Deutschland die neue Saison der Ligen und der DFB-Pokal noch gar nicht terminiert sind.

          Die Uefa empfiehlt derweil die Verlängerung des Transfer-Zeitraums in diesem Sommer bis zum 5. Oktober. Eine entsprechende Aufforderung sei den Nationalverbänden zugegangen, teilte die Uefa am Donnerstag nach einer Tagung des Exekutivkomitees mit. Bis zum 6. Oktober müssen die Vereine in der Champions League und Europa League ihre Spieler für die Saison 2021/22 registrieren. Auch der Weltverband Fifa hatte zuletzt diverse Empfehlungen und Richtlinien mit Bezug auf Transfers und Verträge in der Coronavirus-Krise abgegeben. Im deutschen Männerfußball waren bislang zwei so genannte Registrierungsperioden für Transfers geplant: Vom 1. Juli bis 31. August 2020 sowie vom 2. Januar bis 1. Februar 2021.

          Juli

          Eine Woche nach dem Saisonfinale in der Liga steigt am 4. Juli in Berlin das DFB-Pokal-Finale zwischen Meister FC Bayern und Bayer Leverkusen. An dem Tag, an dem auch die dritte Liga ihre Saison beendet. Schluss ist dann aber noch nicht. Am 2. und 6. Juli findet die Relegation zur Bundesliga, am 7. und 11. Juli die zur zweiten Liga statt. Für die deutschen Mannschaften, die noch im Europapokal vertreten sind, folgt dann eine Pause bis August. Munter gespielt wird aber weiterhin unter anderem in England, Spanien und Italien, wo die Corona-Pause noch länger andauerte.

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