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FC Bayern : Hoeneß will „Vertrauensfrage“ stellen

  • Aktualisiert am

Ganz gerührt: Uli Hoeneß Bild: dpa

Stehende Ovationen für Uli Hoeneß, umjubelte Rede von Karl-Heinz Rummenigge: Auf seiner Mitgliederversammlung ist der FC Bayern ganz mit sich im Reinen. Ob Hoeneß Präsident bleibt, sollen die Mitglieder entscheiden.

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          Der FC Bayern München ist nach seiner sportlich erfolgreichsten Saison auch wirtschaftlich weiterhin unangefochten die Nummer eins im deutschen Fußball. Mit 432,8 Millionen Euro zum 30. Juni 2013 vermeldete der Champions-League-Sieger bei seiner Mitgliederversammlung am Mittwochabend einen weiteren Rekordumsatz. Der Umsatz der FC Bayern AG und der Allianz-Arena-GmbH stieg gegenüber dem Vorjahr um knapp 60 Millionen Euro.

          Dabei erwirtschaftete der deutsche Rekordmeister 2,9 Millionen Euro mehr Gewinn als im Vorjahr und mit 14,0 Millionen Euro den dritthöchsten Gewinn der Klubgeschichte.

          Deutlich gestiegen sind die Personalkosten: Nach 165,6 Millionen Euro vor einem Jahr erreichte dieser Posten 202,8 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2012/13. Die Zahl der Mitglieder des größten deutschen Sportvereins stieg auf 223985.

          „Ich glaube, es ist vielleicht die beeindruckendste, die schönste Zeit, die wir in der 113-jährigen Gesichte des FC Bayern erleben. Ich glaube, es war nie schöner, Fan des FC Bayern zu sein“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Vereinspräsident Uli Hoeneß erfuhr bei der ersten Jahreshauptversammlung nach Bekanntwerden seiner Steueraffäre Unterstützung und kündigte an, sich nach dem Strafverfahren gegen ihn, das im Frühjahr 2014 beginnt, in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zur Wiederwahl zu stellen. 

          „Ich werde mich jedem Votum, das sie treffen, unterwerfen“, sagte er zum Ausgang der freiwilligen „Vertrauensfrage“. Er wolle den Mitgliedern „das Recht geben, zu entscheiden, ob ich noch der richtige Präsident für diesen Verein bin“.

          „Unsere, meine Mitglieder“

          Schon beim Einzug in die Veranstaltungshalle gab es lang anhaltenden Beifall für den 61-Jährigen, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der FC Bayern AG ist.

          Im Laufe des Abends durften die Mitglieder, viele in Bayern-Trikots, auf den Videoleinwänden noch einmal die Bilder einer atemberaubenden Saison bestaunen. Vereinzelte Pfiffe gab es nur, als Dortmunds Trainer Jürgen Klopp gezeigt wurde. Hoeneß lehnte sich bequem in seinem Stuhl zurück und verfolgte gerührt den Einspieler der großen Bayern-Show. „Hey, hey, Super-Bayern, Super-Bayern“ schallte es danach aus dem Fan-Rund durch die Halle. Nach Rummenigges Rede sagte Hoeneß: „Ich bin überwältigt. Aber nicht nur von Deiner Rede, sondern von der Reaktion unserer, meiner Mitglieder. Vielen, vielen Dank.“

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