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Bayern besiegt Manchester : Das perfekte Heim-Debüt für Niko Kovac

  • Aktualisiert am

Abkühlung für den Torschützen: Niko Kovac reicht Martinez das Wasser. Bild: Reuters

Im vierten hochkarätigen Testspiel der Saison-Vorbereitung ist der FC Bayern dem Gegner aus Manchester klar überlegen – gewinnt aber dennoch nur 1:0. Am meisten überzeugen bei den Münchnern der Torschütze aus Spanien und ein Neuzugang.

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          Der FC Bayern München hat eine Woche vor dem Supercup sein Testspiel gegen Manchester United gewonnen. Der deutsche Fußball-Rekordmeister siegte am Sonntag nach klarer Überlegenheit mit 1:0 (0:0). Javi Martínez (59. Minute) erzielte bei hochsommerlichen Temperaturen per Kopf den einzigen Treffer des von Trinkpausen unterbrochenen Spiels.

          Bei seinem Heim-Debüt brachte Trainer Niko Kovac vor 75.000 Zuschauern auch erstmals Neuzugang Leon Goretzka, der nach erst anderthalb Trainingswochen fast das 2:0 erzielt hätte (81./84.). Jérôme Boateng, der nach dem Abgang von Arturo Vidal zum FC Barcelona als nächster großer Wechselkandidat der Bayern gilt, kam wie Goretzka in der zweiten Spielhälfte zum Einsatz. Die Münchner unterbrachen für das Testspiel ihr Trainingslager in Rottach-Egern.

          Kovac sah Spiel als „Generalprobe“

          Nach einem Sieg gegen Paris Saint-Germain (3:1) und zwei Niederlagen gegen Juventus Turin (0:2) und Manchester City (2:3) bestimmten die Bayern gegen den vierten Hochkaräter in diesem Sommer das Geschehen. Das Gäste-Team von Trainer José Mourinho stand allerdings auch sehr tief. Die Fans in der ausverkauften Arena mussten lange auf den einzigen Treffer warten. Nach einem Eckball von Thiago war Martínez mit dem Kopf zur Stelle.

          Kovac hatte sein erstes Spiel als Bayern-Coach in der Allianz Arena als eine „Generalprobe“ bezeichnet. „In einer Woche geht es richtig los“, sagte der 46-Jährige am Wochenende. Am kommenden Sonntag steht der Supercup bei Eintracht Frankfurt an, danach folgen im Wochentakt das Pokal-Erstrundenmatch gegen Drochtersen/Assel in Niedersachsen und der Liga-Start zu Hause gegen Hoffenheim. Bis zum Donnerstag bereitet Kovac sein Team weiter am Tegernsee vor. Dort steht am Mittwochabend ein Freundschaftsspiel gegen den FC Rottach-Egern an.

          Für Bayern-Schlussmann Manuel Neuer ging am Sonntag eine lange Wartezeit zu Ende. Der Kapitän lief nach seiner langen Verletzungspause erstmals seit dem 16. September und dem 4:0 gegen Mainz wieder in der in der runderneuerten Arena auf.

          Unterdessen haben Neuer und Joshua Kimmich haben den Rücktritt von Mario Gomez aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bedauert. „Wie er bei der WM aufgetreten ist, das war schon besonders. Ein absoluter Führungsspieler“, sagte Kimmich über den Stuttgarter Stürmer, der am Sonntag seinen Rücktritt aus dem DFB-Team verkündet hatte. „Er hat sich für die Mannschaft zurückgenommen. Aber er hat immer was gesagt, wenn ihm was aufgefallen ist. Er war sehr wichtig für die Mannschaft. Ich finde es schade, dass er zurückgetreten ist.“ Der Angreifer hatte auf seiner Facebook-Seite seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekanntgegeben.

          Komm in meine Arme: Lewandowski will Martinez beglückwünschen.
          Komm in meine Arme: Lewandowski will Martinez beglückwünschen. : Bild: dpa

          Der 33 Jahre alte Gomez bestritt 78 Länderspiele und erzielte 31 Treffer. „Ich habe schon ein bisschen damit gerechnet. Er ist ein verdienter Nationalspieler, der lange dabei gewesen ist“, sagte Neuer am Sonntagabend. „Wenn er sich ein bisschen mehr auf die Familie konzentriert, ist das schön für ihn. Aber es ist schade, dass er nicht mehr dabei ist.“ Neuer erhofft sich für den Neuanfang der DFB-Elf, die am 6. September in München gegen Frankreich das erste Länderspiel nach der WM bestreitet, eine andere Einstellung. „Wir haben ja selber gesagt, dass man bei der WM diese absolute Besessenheit nicht so gesehen hat. Das müssen wir auf jeden Fall umstellen“, sagte der 32-Jährige bei RTL. „Die Spieler müssen das Herz wirklich auf dem Platz lassen, dass muss man in Zukunft sehen. Die Verantwortlichen werden sich Gedanken machen, wer die richtigen Spieler für die Zukunft sind.“ Man sei selbstkritisch genug und hungrig auf Erfolge in der Nationalmannschaft.

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