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DFB-Pokal vor Liga-Knaller : Der schwierige Spagat des FC Bayern

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Erst Heidenheim, dann Dortmund: Bayern-Trainer Niko Kovac Bild: EPA

Fußball-Deutschland zählt den Countdown bis zum Bundesliga-Kracher zwischen Bayern und Dortmund. Doch auf die Münchner wartet zuvor noch eine knifflige Aufgabe. Und die Personalsorgen werden nicht kleiner.

          Fußballzwerg statt Meisterschaftsspektakel: Zum Start in eine große Titelkampf-Woche des FC Bayern ist Niko Kovac bemüht, das alles überstrahlende Duell gegen Borussia Dortmund noch auszublenden. Erst ein Sieg im Pokal-Viertelfinale am Mittwoch (18.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zum DFB-Pokal und bei Sky) gegen den 1. FC Heidenheim, dann der vielleicht entscheidende Bundesligagipfel am Samstag gegen den BVB lautet die Agenda des Münchner Trainers.

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          „Wir müssen das Spiel gegen Heidenheim gewinnen. Das gibt uns die nötige positive Atmosphäre und die positive Anspannung, die wir brauchen für das Spiel“, gestand Kovac der auf den ersten Blick glanzlosen Cup-Aufgabe aber wegweisenden Charakter für den glorreichen Liga-Knaller am Samstag (18.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und bei Sky) zu. „Wir sind alle sehr gespannt auf diese Woche.“ Sollte sich Heidenheim überraschend als Stolperstein entpuppen, drohen vor dem Bundesliga-Knaller größte Turbulenzen.

          Am Montag war neben der Aufarbeitung des Stimmungsdämpfers vom 1:1 beim SC Freiburg für Kovac auch Warnen angesagt. Er könne das Dortmund-Spiel ausblenden, behauptete Kovac. „Ich habe meinen Spielern explizit gesagt: Das, was am Wochenende passiert, ist jetzt nicht relevant“, mahnte der Kroate. Doch können seine Spieler das auch? Marc Schnatterer statt Marco Reus oder Robert Glatzel statt Paco Alcácer heißt es am Mittwoch, wenn der Rekordpokalsieger den nächsten Schritt Richtung 23. Endspiel machen will. „Wir dürfen niemanden unterschätzen“, warnte Kovac.

          Verzichten muss der Kroate vermutlich auch gegen Heidenheim auf Torhüter Manuel Neuer (Wadenprobleme) und Außenverteidiger David Alaba (muskuläre Probleme). „Sie sind auf dem Weg der Besserung, mehr aber noch nicht“, sagte Kovac. Beim Training am Montag fehlten sie. Sven Ulreich soll gegen den Zweitliga-Sechsten wie schon gegen Freiburg das Tor hüten; Neuer könnte dann gegen den BVB wohl wieder auflaufen. In jedem Fall weiter pausieren müssen die verletzten Arjen Robben und Alphonso Davies. Corentin Tolisso macht nach seinem Kreuzbandriss weiter Fortschritte.

          Kämpferisch erwartet Kovac von seinem Starensemble einen anderen Start als am Wochenende in Freiburg, als die Münchner die mit viel Aufwand zurückerkämpfte Tabellenspitze wieder hergaben. „Wir haben dort einfach nicht den Kampf angenommen“, erklärte der 47-Jährige. „Natürlich sprechen wir in der Spielnachbesprechung alles ganz genau an. Ab und zu ist die Stimmlage etwas gedämpfter, ab und zu etwas dominanter. Aber es ist sachlich-fachlich-kritisch und nicht so, dass ich dort Flaschen herumschmeiße.“ Er versuche, die Spieler mit Argumenten zu erreichen.

          Erst Heidenheim, dann Dortmund: Diese Marschroute betonte Kovac am Montag wiederholt. Ob dazu alle schwarz-gelben Fahnen aus den Räumen verbannt würden oder seine Spieler ein Biene-Maja-Verbot bekommen würden, wurde der Coach gefragt – und lächelte. „Genauso. Ich wünsche allen einen schönen Nachmittag.“

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