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Retterspiel in Kaiserslautern : Große Bayern-Hilfe für einen alten Rivalen

  • Aktualisiert am

Die Bayern traten in Kaiserslautern zum „Retterspiel“ an. Bild: dpa

Volles Haus für die leere Kasse: Der finanziell arg angeschlagene 1. FC Kaiserslautern bekommt mit einem „Retterspiel“ Unterstützung von den Münchnern. Auf dem Rasen merkt man denen an, dass die Pokal-Party lange dauerte.

          Der FC Bayern München ist im „Retterspiel“ bei seinem alten Rivalen 1. FC Kaiserslautern überraschend nicht über ein Remis hinausgekommen und hat dem Fußball-Drittligaverein damit ein unerwartetes Highlight beschert. Vor 48.500 Zuschauern auf dem erstmals seit 2015 ausverkauften Betzenberg spielte der deutsche Meister am Montagabend 1:1 (0:1). Trainer Niko Kovac ließ im ersten Spiel nach dem Double Thomas Müller, Mats Hummels und Serge Gnabry von Beginn an spielen, später kamen auch Robert Lewandowski und Franck Ribéry für ein paar Minuten. Hendrick Zuck (9. Minute) hatte den Drittligaklub aus der Pfalz in Führung gebracht, Lewandowski (79.) glich noch aus.

          Die Einnahmen sollen vollständig dem finanziell angeschlagenen FCK zugute kommen. „Wenn man soweit oben ist wie wir, muss man auch Geld verteilen und großzügig sein. Das war immer unsere Devise, die Fans des FCK haben es verdient“, erklärte Bayern-Präsident Uli Hoeneß beim TV-Sender Sport1. Lauterns Sportgeschäftsführer Martin Bader sagte: „Wir sind in der dritten Liga und sind froh, dass der FC Bayern uns hilft.“ Dass die Münchner nicht ganz fit waren, erklärte Hoeneß mit einem Augenzwinkern. „Das war heute eine große Leistung, nachdem, was die getrunken haben am letzten Wochenende“, sagte er mit Blick auf die Feier nach dem Triumph im DFB-Pokal am Samstag in Berlin.

          Der Münchner Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge sprach mit Blick auf die vergangenen Duelle von „intensiven, im Rückblick auch legendären Spielen“ und betonte: „Der Fußball lebt von Emotionen und sportlicher Rivalität, auch von Solidarität. Deshalb helfen wir gerne.“ Die Bayern hatten erstmals 2003 ein sogenanntes „Retterspiel“ beim FC St. Pauli ausgetragen.

          Nicht im Aufgebot der Münchner stand Jérôme Boateng, dem Hoeneß am vergangenen Sonntag nach dem Pokalsieg über RB Leipzig einen Wechsel nahegelegt hatte. Der 30-Jährige spiele aus „einem privaten Grund“ nicht, hieß es vom deutschen Meister. Der FC Bayern beendet seine Saison am Mittwoch mit einem Spiel bei der Spielvereinung Lindau.

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