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Eurogoals: FAZ.NET mit DAZN : Viel Ärger im Clásico – Problem für Klopp

Einer fliegt, einer schimpft, einer zeigt: Im Clásico war viel los. Bild: Reuters

Rote Karte für Barça. Aufregung um Tradition. Ronaldo verletzt vom Platz. Liverpool verliert bei Chelsea. Arsenal verabschiedet Wenger mit Gala. Juve nutzt Neapels Ausrutscher. Sehen Sie Europas Fußball-Wochenende im Video.

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          Eigentlich hätte alles so friedlich sein können beim Clásico zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid am Sonntagabend. Die Katalanen sind bereits spanischer Meister in der Primera División und Pokalsieger. Die „Königlichen“ stehen im Endspiel der Champions League und können dort schon zum dritten Mal in Serie diesen Titel holen. Sportlich stand also wenig auf dem Spiel. Doch emotional ist das Duell der Schwergewichte des Fußballs selbstredend immer eine besonders aufgeladene Sache. Und so gab es den ersten Streit zwischen Barcelona und Madrid schon vor dem Anpfiff.

          Tobias Rabe

          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          In Spanien steht der nächste Gegner dem frischgebackenen Meister in der Regel Spalier. Da Barça am vergangenen Wochenende den Titelgewinn perfekt machte, wäre Real der Tradition nach im Clásico an der Reihe gewesen, weigerte sich allerdings – weil Barcelona dies auch nicht nach dem Sieg bei der Klub-WM für Madrid gemacht hätte. Barcelona konterte, dass man nur Spalier stehe, wenn man auch am entsprechenden Wettbewerb teilnehme. Die Polemiken nahmen Wochen ein. Das alles war nach dem 2:2 schnell vergessen, denn das Duell auf dem Rasen bot vielen weiteren Gesprächsstoff.

          Die emotionale Verabschiedung von Andres Iniesta war dabei noch die schöne Seite der Medaille. Barcelonas Sergi Roberto sah nach einer Provokation von Marcelo nach einem Faustschlag vom völlig überforderten Schiedsrichter Alejandro Hernández die Rote Karte. Dazu kamen weitere Scharmützel. Selbst der sonst so ruhige Lionel Messi ließ sich zu einem rustikalen Foul gegen Sergio Ramos hinreißen. Die Tore erzielten Luis Suarez und Messi für Barcelona, Cristiano Ronaldo, der zur Pause verletzt vom Platz musste, und Gareth Bale mit einem Traumtor trafen für Real Madrid.

          Am Montag soll bei Ronaldo eine genaue Untersuchung folgen. Trainer Zidane zeigte sich aber nicht besorgt. „Er hat sich ein paar Sorgen gemacht, weil es geschwollen war, aber er hat gesagt, er hat nichts Ernstes“, sagte Zidane. Der Franzose ist überzeugt, dass Ronaldo beim Champions-League-Finale gegen den FC Liverpool am 26. Mai zur Verfügung steht.

          Der Meistertitel ist nicht mehr erreichbar, die Qualifikation für die Champions League längst in der Tasche. Dazu wartet das Finale der Europa League. Und so war es kein Wunder, dass Atlético Madrid nach dem anstrengenden Halbfinale gegen Arsenal nun in der Liga gegen Espanyol Barcelona verlor.

          In der englischen Premier League hat der FC Liverpool von Jürgen Klopp ein Problem. Der Fokus auf das Champions-League-Finale wird gestört durch die nicht sichere Qualifikation für die Königsklasse im nächsten Jahr. Nach dem 0:1 gegen Chelsea spitzt sich das Rennen um Platz drei und vier zu.

          Diese Sorgen haben Manchester City und Trainer Pep Guardiola schon lange nicht mehr. Das Finale der Champions League haben sie verpasst, der Meistertitel in England ist eingefahren. So konnte trotz des torlosen Remis gegen Huddersfield Town und Coach David Wagner gefeiert werden.

          Das Spalier, dass es in Spanien nicht gab, sahen die Fans dafür beim Duell zwischen Arsenal und dem FC Burnley. Dabei gab es gar keinen Meister. Stattdessen stand nach 22 Jahren als Teammanager das letzte Heimspiel von Arsene Wenger an. Und Arsenal ließ sich beim 5:0-Sieg nicht lumpen.

          Brighton & Hove Albion ist schon aufgrund des sperrigen Vereinsnamens ein Hingucker. Nun staunt die Fußballwelt erst recht über den Aufsteiger. Vorzeitig wurde der Klassenverbleib perfekt gemacht – mit einem 1:0 über Manchester United. Das Tor erzielte der überragende Deutsche Pascal Groß.

          In der italienischen Serie A sah es lange Zeit – im Gegensatz zu den anderen großen europäischen Ligen – nach einem spannenden Kampf um den Meistertitel aus. Doch nun ist das Rennen praktisch entschieden. Juventus Turin gewann am drittletzten Spieltag gegen Bologna nach Rückstand mit 3:1.

          Der Vorsprung auf den ersten Verfolger beträgt bei noch zwei ausstehenden Spielen sechs Punkte und die deutlich bessere Tordifferenz. Der Zweite SSC Neapel kam gegen Juves Stadtrivalen FC Turin nicht über ein 2:2 hinaus und braucht nun schon ein mittleres Fußballwunder zum Titelgewinn.

          In der französischen Ligue 1 ist die Meisterschaft längst zugunsten von Paris St-Germain entschieden. Auch ohne den verletzten Neymar wurde der Titel letztlich souverän eingefahren. Das stört auch das 2:2 in Amiens nicht mehr. Und der Gegner feierte dazu den gesicherten Klassenverbleib.

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