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FC Barcelona : Ter Stegen hat einen neuen Verein

  • Aktualisiert am

Endlich perfekt. Marc-Andre ter Stegen wechselt zum FC Barcelona Bild: dpa

Eine Überraschung ist die Unterschrift von Torwart Marc-Andre ter Stegen unter einen Vertrag beim FC Barcelona nicht mehr. Nun ist der Wechsel perfekt. Zudem gibt Barca bekannt, wer neuer Trainer wird.

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          Nach monatelangen Spekulationen ist der Wechsel des deutschen Fußball-Nationaltorwarts Marc-André ter Stegen von Borussia Mönchengladbach zum FC Barcelona perfekt. Das teilten die Katalanen am Montagabend auf ihrer Internetseite mit. Der 22-Jährige hatte seinen 2015 auslaufenden Vertrag beim Bundesligaverein nicht verlängert, Details über den neuen Kontrakt und die Ablösemodalitäten wurden zunächst nicht bekannt.

          Der 1,89 Meter große Schlussmann war seit Juli 1996 für die Borussia aktiv und Anfang Mai tränenreich von seinem Heimatclub verabschiedet worden. Ter Stegen wurde seit langem mit dem spanischen Traditionsklub in Verbindung gebracht, hatte aber zu seiner konkreten Zukunft geschwiegen.

          „Barcelona ist sicher ein sehr spezieller Verein“, sagte er zuletzt. Bei Barça dürfte er seinen Posten als klare Nummer Eins zunächst sicher haben. Der langjährige Stammtorhüter Víctor Valdes hatte seinen Abschied schon verkündet, auch José Manuel Pinto wird den Klub verlassen. Ter Stegen absolvierte bislang vier Länderspiele, war jedoch von Bundestrainer Joachim Löw nicht für den vorläufigen Kader für die WM in Brasilien nominiert worden.

          Vor anderthalb Monaten schien der Transfer zunächst möglicherweise noch zu scheitern. Wegen der Verpflichtung minderjähriger Spieler hatte der Weltverband Fifa Barcelona Anfang April mit einem Transferverbot für zwei Wechselperioden und einer Geldstrafe in Höhe von 450.000 Euro belegt. Der Klub legte jedoch Einspruch gegen die Sanktionen ein, das laufende Berufungsverfahren hat aufschiebende Wirkung für den Bann.

          Luis Enrique spielte einst für Barca, nun wird er Trainer
          Luis Enrique spielte einst für Barca, nun wird er Trainer : Bild: AP

          Zudem vermeldete Barcelona am Montag, dass Luis Enrique als Trainer auf Gerardo Martino folgt und einen Zweijahresvertrag unterschreiben wird. Der 44-Jährige war 1996 als Spieler von Real Madrid zu Barça gewechselt, vor sechs Jahren übernahm er die zweite Mannschaft als Trainer. Zuletzt hatte er den Ligarivalen Celta de Vigo gecoacht. Barcelona hatte am letzten Spieltag der Primera Division im direkten Duell mit Atlético Madrid den Meistertitel verpasst.

          Luis Enrique soll im Klub von Weltfußballer Lionel Messi wichtiger Teil jener „Revolution“ sein, die Sportdirektor Andoni Zubizarreta laut Medien in Angriff nimmt. Luis Enrique Martínez García, wie der frühere Nationalspieler mit bürgerlichem Namen heißt, soll nach Vertragsunterzeichnung am Mittwoch den Fans und den Medien präsentiert werden.

          „Er muss den alten Messi wiederfinden“

          „Luis Enrique übernimmt das Kommando“, titelte die Onlineausgabe der Sportzeitung „Marca“. Der Mann aus Asturien gilt als durchsetzungsstarker Hitzkopf. Bei den Fans im Camp Nou ist der Mann aus Asturien sehr beliebt. Kein Wunder, schoss der offensive Mittelfeldmann in 207 Spielen 73 Tore. Für Spanien traf er in 62 Einsätzen zwölfmal.

          Ob Luis Enrique zu Beginn der kommenden Saison mit einem vierfachen Weltfußballer Messi in Topform rechnen kann, ist unterdessen nicht so klar. Zwar unterschrieb der Argentinier eine aufgebesserten Vertrag, durch den sein Jahressalär nach Medienberichten von 13 auf 20 Millionen Euro erhöht wird. Er habe sehr glücklich gewirkt, teilte der Verein mit. In einer ungewöhnlich problematischen Saison hatte Messi jedoch mit Verletzungen, einer Steueraffäre und Formschwäche zu kämpfen.

          Mit Barça gewann er nur den relativ unwichtigen Supercup. Medien-Beobachter und einige Fans kritisierten immer häufiger, der Stürmer aus Rosario schone sich wohl für die WM. „Die erste und wichtigste Aufgabe von Luis Enrique wird es sein, den alten Messi wiederzufinden“, schrieb „Marca“.

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