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Ärger um Fußball-Star Dembélé : „Er muss sofort gehen!“

  • Aktualisiert am

Kam aus Dortmund nach Barcelona: Ousmane Dembélé Bild: AFP

Einst forcierte Ousmane Dembélé mit einem Trainingsstreik beim BVB seinen Wechsel zum FC Barcelona. Dort fliegt der Franzose nun aus dem Kader – und muss sich einen neuen Verein suchen. Sein Agent spricht von „Drohungen“.

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          Ein Weltmeister kommt auf den Transfermarkt: Der FC Barcelona will den früheren Dortmunder Bundesligaprofi Ousmane Dembélé noch im Winter abgeben. Nach seinem Ultimatum für eine Vertragsverlängerung strich Trainer Xavi den Franzosen am Donnerstag aus dem Kader für das Pokal-Achtelfinale an diesem Donnerstagabend (21.30 Uhr) bei Athletic Bilbao. 

          „Es ist für uns offensichtlich, dass der Spieler nicht in Barcelona bleiben will und sich der Zukunft von Barca nicht verpflichtet fühlt“, sagte Fußball-Direktor Mateu Alemany im Klub-TV. „Wir haben ihm und seinen Agenten gesagt, dass er sofort gehen muss, weil wir engagierte Spieler wollen!“ Man hoffe, so Alemany weiter, „dass ein Transfer vor dem 31. Januar zustande kommt.“ Dass Dembélé (24) nicht für das Bilbao-Spiel nominiert worden sei, nannte Alemany „nur konsequent. Der Trainer hat unsere Unterstützung und unseren Rückhalt.“ Xavi hatte erklärt, Dembélé solle seinen Vertrag verlängern oder gehen. Die Verhandlungen ziehen sich schon seit einem halben Jahr.

          Barca habe mit dem früheren Dortmund-Stürmer und dessen Agenten seit Juli 2021 Gespräche geführt. „Wir haben verschiedene Angebote gemacht, versucht, einen Weg für den Spieler zu finden, bei uns weiterzumachen. Und diese Angebote wurden von seinen Agenten systematisch abgelehnt“, sagte Alemany. Dembélé habe zwar dem Coach mehrfach versichert, dass er bei dem Team bleiben wolle, schrieben spanische Medien. Doch sein Agent Moussa Sissoko habe das bereits vor fünf Monaten vorgelegte Angebot nicht akzeptiert, weil der Klub dem Spieler künftig ein deutlich niedrigeres Salär zahlen wolle.

          Im Gespräch mit dem französischen Radiosender „RMC“ hatte Sissoko das Verhalten des Vereins kritisiert: „Wenn Barcelona hätte verhandeln wollen, hätten sie versuchen können, sich mit uns zusammenzusetzen und zu sprechen. Aber es gibt kein Gespräch, nur Drohungen, nicht mehr in ihrer Mannschaft zu spielen. Und das ist verboten.“

          Der finanziell und sportlich angeschlagene Klub hat Schulden in Höhe von 1,35 Milliarden Euro. Barca versucht, die Höhe der Bezüge zu reduzieren oder durch den Verkauf oder die Ausleihe von Profis die Ligaregeln für die Gesamtsumme der Profigehälter einzuhalten. Barcelona kann für Dembélé nur in der laufenden Transferperiode noch eine Ablöse kassieren.

          Der spätere Weltmeister war 2017 für rund 140 Millionen Euro vom BVB nach Barcelona gewechselt. In Dortmund hatte der Franzose vor seinem Wechsel nach Spanien ebenfalls für Aufsehen gesorgt, als er unter anderem mit einem Trainingsstreik Druck auf den BVB ausgeübt und so seinen Abgang zum FC Barcelona forciert hatte.

          „Ich bin kein Mann, der betrügt, geschweige denn ein Mann, der sich erpressen lässt“, schrieb der Franzose am Ende einer langen Mitteilung, in der er auch ein falsches Bild seiner Person in der Öffentlichkeit beklagte. Er stehe „noch unter Vertrag, ich stehe voll und ganz meinem Klub und meinem Trainer zur Verfügung. Es gibt Verhandlungen, ich lasse das von meinem Berater erledigen“.

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