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FC Barcelona gegen Real Madrid : „Clásico“ wird wegen Unruhen verschoben

  • Aktualisiert am

Duell verschoben: Lionel Messi (links) und Sergio Ramos begegnen sich erst im Dezember. Bild: AP

Wegen der Unruhen in Katalonien verlegt der spanische Verband den „Clásico“. Der FC Barcelona und Real Madrid begegnen sich aus Sicherheitsgründen nicht am Tag einer Großdemo in Barcelona.

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          Der für den 26. Oktober angesetzte „Clásico“ zwischen dem FC Barcelona und Rekordmeister Real Madrid wird verschoben. Dies teilte der spanische Fußballverband (RFEF) am Freitag mit. Bis Montag sollen die Klubs einen Nachholtermin finden. Barca und Real schlugen den 18. Dezember als neuen Spieltermin vor. Allerdings betonten die Katalanen, „dass es der Wunsch des Klubs war, am 26. Oktober zu spielen“. Dies habe der Verein auch schriftlich mitgeteilt. Die Liga (LFP) sprach sich für den 4. Dezember aus.

          Zwischenzeitlich war erwogen worden, das weltweit beachtete Topspiel von Barcelonas Heimstadion Camp Nou ins Bernabéu-Stadion der Hauptstadt verlegen zu lassen. Doch sowohl der FC Barcelona von Superstar Lionel Messi und dem deutschen Torwart Marc-André ter Stegen als auch die „Madrileños“ um Toni Kroos waren nach Medienberichten dagegen und wollten das Heimrecht nicht tauschen. In der Rückrunde wäre der „Clásico“ in diesem Fall in Barcelona ausgetragen worden.

          „Gefängnis ist nicht die Lösung“

          Spanische Medien hatten bereits am Mittwochabend übereinstimmend berichtet, dass sowohl die Liga  als auch der verband eine Verlegung des in Barcelona angesetzten traditionsreichen Duells befürwortet hätten. Grund für die Verschiebung sind Sicherheitsbedenken, da am 26. Oktober in Barcelona eine Großdemo der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung gegen die harten Gerichtsurteile für die Separatistenführer der Region geplant ist. Neun Separatistenführer waren am Montag vom Obersten Gericht in Madrid wegen ihrer Rolle beim Unabhängigkeitsreferendum vom Herbst 2017 zu teils langen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Seither kommt es in der Region und speziell in Barcelona immer wieder zu teils gewalttätigen Protesten.

          Am Montag hatte der FC Barcelona die Freilassung der katalanischen Separatisten gefordert. In einem Statement, das auf der Vereinshomepage veröffentlicht wurde, erklärte der Klub: „Gefängnis ist nicht die Lösung.“ Stattdessen hatte Barca einen „Prozess des politischen Dialogs und der Verhandlungen“ gefordert, um den Konflikt zu lösen.

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