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FC Barcelona : Früherer Trainer Vilanova ist gestorben

  • Aktualisiert am

Francesc „Tito“ Vilanova i Bayó: 1968-2014 Bild: AFP

Tito Vilanova, der ehemalige Trainer des FC Barcelona, erlag am Freitag einem Krebsleiden. Er wurde nur 45 Jahre alt. Spanien und die Fußball-Welt trauern.

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          Spanien und die Fußball-Welt trauern um Tito Vilanova. Der frühere Erfolgstrainer des FC Barcelona starb am Freitag im Alter von nur 45 Jahren. Nach zweieinhalb Jahren verlor der stets ruhig und freundlich auftretende Katalane den Kampf gegen ein Krebsleiden an der Ohrspeicheldrüse. „Tito in alle Ewigkeit“, titelte Barça auf seiner Internetseite. Noch am Freitagabend richtete der Verein auf der Haupttribüne des Stadions Camp Nou ein Platz für Beileidsbekunden ein. Diese ließen nicht auf sich warten.

          Schon wenige Minuten nach Bekanntgabe der Todesnachricht meldete sich auch Vilanovas früherer sportlicher Erzrivale José Mourinho zu Wort: „Ein trauriger Tag, mein tiefstes Beileid“, wurde der frühere Real-Madrid-Coach via Twitter von seinem Club FC Chelsea zitiert. Ihre Erschütterung verkündeten auch Vertreter anderer Sportbereiche, so auch Alberto Contador: „Verdammte Krankheit“, twitterte der spanische Radsportler.

          „Das Duo Guardiola-Vilanova wird unvergessen bleiben“

          Das Krebsleiden war bei dem damaligen Barça-Assistenztrainer Vilanova im November 2011 entdeckt worden. Inmitten einer harten Behandlung und mehrerer Operationen übernahm er im Sommer 2012 vom aktuellen Bayern-Trainer Pep Guardiola den Posten des Cheftrainers. Obwohl er im Winter wegen einer Nachbehandlung mit sechswöchiger Röntgen- und Chemotherapie lange nach New York musste, führte er seine Mannschaft 2013 zum Ligatitel - und egalisierte dabei den 100-Punkte-Rekord von Real Madrid. „Das Duo Guardiola-Vilanova wird unvergessen bleiben“, schrieb die Onlineausgabe der Zeitung „El País“.

          An der Seite von Guardiola holte er in der erfolgreichsten Zeit Barcelonas nicht weniger als 14 Titel, darunter zweimal in der Champions League und dreimal in der Primera División, zudem bestätigte er sein Können auch ohne Guardiola.

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          Das erhoffte Happy End für den Mann aus Bellcaire d’Empordà erschien sehr schnell unwahrscheinlich. Vilanova musste nur wenige Wochen nach dem Titelgewinn wegen eines Krebsrückfalls das Traineramt aufgeben. Barcelona verpflichtete den Argentinier Gerardo „Tata“ Martino anstatt wie im Winter 2012/2013 dem Assistenztrainer Jordi Roura als Übergangslösung zu vertrauen. Tito sollte diesmal nicht mehr zurückkehren.

          Francesc, wie der Coach mit bürgerlichem Namen hieß, war allseits beliebt. Der frühere Mittelfeldmann, der als Profi nur wenige Spiele in der ersten Liga absolvieren durfte, wurde als Mensch hochgeschätzt. Wegen seines tadellosen Verhaltens wurde er „Marqués“ (Markgraf) gerufen. „Vilanova war ein ehrbarer, umsichtiger und mutiger Marqués“, würdigte ihn die Onlinezeitung „Sport.es“. „Tito war nicht nur im Fußball, sondern auch im Leben ein großer, ein mutiger Mann“, sagte der Chef der obersten Sportbehörde Spaniens (CSJ), Miguel Cardenal.

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