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1:0 bei Holstein Kiel : Ein spätes Tor reicht Augsburg

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Hand drauf: Augsburgs Torwart Gregor Kobel (links) und Reece Oxford Bild: dpa

Die bayrischen Schwaben setzen ihren Bundesliga-Aufwärtstrend auch im DFB-Pokal fort. Zweitligaverein Kiel dominiert zwar über weite Strecken. Aber dann schlägt ein Augsburger eiskalt zu.

          Drei Tage nach dem überzeugenden 3:0-Sieg in der Bundesliga gegen Mainz hat der FC Augsburg Stolperstein Holstein Kiel im DFB-Pokalwettbewerb aus dem Weg gekickt und ist ins Viertelfinale eingezogen. Der Fußball-Bundesligaverein besiegte am Mittwochabend den über weite Strecken dominierenden Zweitligisten in dessen Stadion mehr als glücklich mit 1:0 (0:0). Erst in der 85. Minute erzielte Michael Gregoritsch vor 11.198 Zuschauer im Holstein-Stadion das Tor des Abends für den FCA. Damit konnten die Kieler die aus dem Hamburger SV, 1. FC Heidenheim und SC Paderborn bestehende Zweitliga-Abordnung in der Pokalrunde der letzten acht Teams nicht verstärken.

          DFB-Pokal
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          „Genau das haben wir uns vorgenommen: Wir wollten dominieren, genau das haben wir gemacht“, sagte Kiels weitgehend beschäftigungsloser Keeper Kenneth Kronholm. Mittelfeldspieler Kingsley Schindler war einfach frustriert: „Keine Ahnung, was passiert ist. Ich bin selber ratlos. Uns hat nur der eine Treffer gefehlt.“ Die Augsburger, zu denen seit wenigen Tagen auch der frühere Nationaltorhüter Jens Lehmann als Kotrainer gehört, mussten auf ihren Torjäger Alfred Finnbogason verzichten. Der Isländer, der zuletzt alle Tore beim 3:0 gegen Mainz 05 erzielt hatte, fehlte angeschlagen. Dennoch waren die bayerischen Schwaben mit Zuversicht an die Ostsee gereist. Nach zehn sieglosen Spielen in Serie und zwei Spielersuspendierungen hatte die Mannschaft mit dem souveränen 3:0 über Mainz den ersten Punkte-Dreier seit mehr als drei Monaten eingefahren.

          „Kiel hatte die eine oder andere Chance. Aber am Ende hat sich unsere Qualität durchgesetzt“, meinte der Augsburger Rani Khedira, gab aber auch zu: „Das war zu wenig von uns.“ In der Tat: Den Ton im Holstein-Stadion gaben die Gastgeber an. Zur Pause hätten die Schleswig-Holsteiner, die in den vergangenen zwölf Pflichtspielen nur eine Niederlage kassiert hatten, deutlich führen müssen. Schindler mit einem Schlenzer an den rechten Pfosten (36.), Janni Serra (39., 52.), Schindler mit Außennetztreffer (43.) und Alexander Mühling (45.) und Masaya Okugawa (55.) hatte exzellente Möglichkeiten, vergaben diese jedoch.

          Bei den Gästen war in der ersten Hälfte bis auf zwei Schüsse von Michael Gregoritsch kaum Angriffsgefahr zu erkennen. „Wir sind der Bundesligist“, hatte FCA-Trainer Manuel Baum selbstbewusst verkündet und ein Weiterkommen gegen den unterklassigen Rivalen aus dem Norden gefordert. Der Coach veränderte seine Mannschaft auf fünf Positionen, ließ in der Viererabwehrkette drei 20-Jährige spielen. Vor allem Neuverpflichtung Reece Oxford konnte sich auszeichnen. Die Kieler, die als Tabellenfünfter der zweiten Liga nur drei Punkte von einem Aufstiegsplatz entfernt sind, präsentierten sich gegen den klassenhöheren Gegner unerschrocken und waren lange das bessere Team. Auch ohne den verletzten Kapitän David Kinsombi setzten die Norddeutschen wie immer auf Offensive.

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