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FAZ.NET-Spezial: Start der Rückrunde : Schalke stürmt den Betzenberg

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Es wurde Fußball gekämpft auf dem Betzenberg Bild: dpa/dpaweb

Es war ein Debüt nach Maß für Mirko Slomka. Der FC Schalke 04 kam unter der Regie des neuen Trainers zu einem 2:0-Erfolg in Kaiserslautern. Im zweiten Sonntagsspiel der Fußball-Bundesliga unterlag Arminia Bielefeld gegen Werder Bremen 0:1.

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          Roy Makaay ist wieder der Alte, und der FC Bayern München zieht an der Spitze der Fußball-Bundesliga einsam seine Kreise. Während der deutsche Rekordmeister zum Rückrundenstart dank zweier Tore von Makaay vorlegte, patzte Verfolger Hamburger SV.

          Unterschiedlich kehrten die „neuen Besen“. Weltmeister Jürgen Kohler feierte einen gelungenen Einstand als Trainer des MSV Duisburg (Siehe auch: Bundesliga: Ergebnisse und Tabelle). Der Schweizer Hanspeter Latour mußte mit dem 1. FC Köln hingegen ebenso eine Niederlage hinnehmen wie Klaus Augenthaler als neuer Coach des VfL Wolfsburg.

          Zum Ausklang des 18. Spieltags feierte der neue Schalker Trainer Mirko Slomka einen Einstand nach Maß. Die „Königsblauen“ kamen unter seiner Regie zu einem 2:0-Erfolg in Kaiserslautern. Im zweiten Sonntagsspiel unterlag Arminia Bielefeld gegen Werder Bremen 0:1.

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          DFB-Pokal: Bayern gastiert bei St. Pauli

          In der Nacht auf Sonntag wurden unterdessen die Begegnungen für das Halbfinale des DFB-Pokals ausgelost. Cupverteidiger Bayern München muß beim Favoriten-Schreck FC St. Pauli aus der Regionalliga Nord antreten. Der zweite Teilnehmer für das Endspiel am 29. April in Berlin wird zwischen den Bundesligisten Eintracht Frankfurt und Arminia Bielefeld ermittelt. Die Spiele finden am 11./12. April statt.

          „Die Bayern bei uns zu Gast - ein schönes Los. Wir werden auf keinen Fall in die AOL-Arena umziehen, sondern die Partie am Millerntor austragen“, kündigte St. Paulis Klubpräsident Corny Littmann an. Bei den Hamburgern weckte das Los Erinnerungen an den historischen 2:1-Sieg des selbsternannten „Weltpokalsiegerbesiegers“ im letzten Bundesliga-Duell beider Teams am 6. Februar 2002. Zuletzt gastierten die Münchner im Sommer 2003 am Millerntor anläßlich eines Benefizspiels zu Gunsten des notorisch klammen Kiez-Klubs.

          Keine Lobeshymnen auf Makaay

          Bei den Bayern wollte nur Uli Hoeneß nach dem 3:1 bei Borussia Mönchengladbach nicht in die Lobeshymnen auf Makaay einstimmen. „In den letzten Wochen soll er alles falsch gemacht haben, nun wird er plötzlich wieder in höchste Höhen gehoben - in so einem Umfeld kann man sich nicht entwickeln“, erklärte der Manager (Siehe auch: Stimmen zum 18. Spieltag: „Wir scheinen wirklich ganz Große zu sein“).

          Vorstandsboß Karl-Heinz Rummenigge und Trainer Felix Magath fielen nach Makaays Doppelpack hingegen mehrere Steine vom Herzen. „Die Diskussionen um ihn haben gestört. Wir brauchen einen ruhigen Makaay, um unsere Ziele zu erreichen“, meinte Magath. Rummenigge bekam besonders beim Gedanken an das zweite Tor des Niederländers strahlende Augen: „Das war Weltklasse.“ Der zuletzt kritisierte und verunsicherte Makaay hatte nicht nur die Führung (13.) erzielt, sondern nach dem 2:0 durch Michael Ballacks Freistoß-Tor (55.) und dem Anschlußtreffer durch Wesley Sonck (56.) 13 Minuten später mit einem Volleyschuß für die Entscheidung gesorgt.

          Mintal wieder schwer verletzt

          Beim HSV wollte Trainer Thomas Doll nach dem 1:2 beim 1. FC Nürnberg vom Titelrennen nichts mehr wissen (Siehe auch: Kommentar: Durchstarter und Kaltstarter). „Mir ist es wurst, wer Meister wird. Wir wollen in den internationalen Wettbewerb“, sagte Doll angesichts von neun Punkten Abstand auf die Bayern. Den Nürnbergern, bei denen Iwan Sajenko (67.) und Stefan Kießling (73.) den Rückstand durch ein Eigentor von Andreas Wolf (64.) umbogen, war trotz der drei wichtigen Punkte im Kampf um den Klassenerhalt nicht nach Jubeln zumute.

          Die Stimmung wurde durch die abermalige Verletzung von Marek Mintal getrübt. Der Torschützenkönig der vergangenen Saison brach sich bei seinem Comeback nach fast halbjähriger Zwangspause wieder den linken Mittelfuß und wurde noch am Samstag operiert. Weil der slowakische Nationalspieler wohl bis zum Saisonende ausfällt, bemüht sich der „Club“ um eine weitere Nachverpflichtung bis zum Ende der Wechselfrist am 31. Januar.

          Kohler mit glücklichem Händchen

          Rundum zufrieden war unterdessen Kohler nach dem 1:0 mit dem MSV beim VfB Stuttgart und seinem einstigen Lehrmeister Giovanni Trapattoni. „Ich bin sehr glücklich. Das war ein erster Schritt in die richtige Richtung“, meinte der 105malige Nationalspieler. Bei seiner Premiere als Klubtrainer bewies er ein glückliches Händchen. Kohler schenkte Neuzugang Marco Caligiuri das Vertrauen, und der erst in der Winterpause vom VfB ausgeliehene 21jährige bedankte sich bei seinem Debüt mit dem Siegtor (43.)

          Den Einstand ganz anders vorgestellt hatte sich indes der Schweizer Latour als Coach in Köln. „Bei vier Gegentreffern weiß ich genau, wo der Hebel anzusetzen ist“, kommentierte Latour die nicht erstligareife Vorstellung der Defensivabteilung um Nationalspieler Lukas Sinkewicz nach dem 2:4 beim FSV Mainz 05. So reichten die Tore durch Nationalstürmer Lukas Podolski per Foulelfmeter (31.) und Matthias Scherz (49.) nicht aus. Für Mainz trafen Michael Thurk (5., 55.) sowie Mohamed Zidan (61.) und Benjamin Auer (87.).

          Augenthaler mit Sorgen beim VfL

          Trotz zweier Tore mußte sich auch Klaus Augenthaler bei seinem Einstand als Trainer des VfL Wolfsburg in die Niederlage fügen. Bei nur drei Zählern Abstand zu den Abstiegsrängen verweigerte „Auge“ nach dem 2:3 bei Borussia Dortmund demonstrativ den Blick auf die Tabelle: „Das interessiert mich nicht, nur das nächste Spiel.“ Nach der Führung durch Mike Hanke (13.) brachte Stefan Schnoor den BVB mit einem Eigentor (24.) zurück ins Spiel. Nach den Toren von Ebi Smolarek (31.) und Salvatore Gambino (66.) gelang Diego Klimowicz (71.) nur noch der Anschlußtreffer. Zu allem Überfluß steht Spielmacher Andres d'Alessandro vor dem Absprung.

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