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FAZ.NET-Spezial : Gladbach feiert - Rostock und Bochum werden absteigen

  • Aktualisiert am

Köppel hat seine Rettungsmission in Gladbach erfüllt Bild: dpa/dpaweb

Rostock und Bochum werden den SC Freiburg in die Zweite Liga begleiten. Mönchengladbach kann nach dem 0:0 beim HSV nur noch theoretisch auf einen Abstiegsplatz rutschen. Bremen (0:1 beim BVB) hat kaum noch Chancen auf einen Champions-League-Platz.

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          Der FC Schalke 04 steuert unbeirrt auf Champions-League-Kurs, Mainz 05 und der 1. FC Nürnberg haben den Klassenverbleib geschafft, und Borussia Mönchengladbach feierte nach dem 0:0 am Sonntag in Hamburg die Rettung.

          Bei sechs Punkten Vorsprung vor Rostock und Bochum und dem deutlich besseren Torverhältnis kann Gladbach zwei Spieltage vor dem Saisonende nur noch theoretisch von einem Nichtabstiegsplatz verdrängt werden. (Bundesliga: Ergebnisse und Tabelle)

          Dortmund gelingt Zittersieg gegen Bremen

          Der VfL Bochum und Hansa Rostock sind nicht mehr zu retten und werden neben dem SC Freiburg den Weg in die Zweitklassigkeit antreten müssen. Meister FC Bayern München krönte seinen bereits gesicherten Titel mit dem 4:2 in Mainz und feierte dabei den 12. Sieg im 15. Spiel der Rückrunde.

          Mit dem 0:0 beim HSV bauten die Gladbacher ihren Vorsprung auf einen Abstiegsplatz auf sechs Punkte aus - bei einem soliden Vorsprung in der Tordifferenz für Peer Kluge und seine Mitspieler der Moment den Klassenverbleib zu feiern

          In der zweiten Sonntagspartie schaffte Borussia Dortmund dank des überragenden Torhüters Roman Weidenfeller und des Siegtorschützen Tomas Rosicky (32.) einen 1:0-Zittererfolg über Werder Bremen. Der ehemalige Meister von der Weser war zwarv spielbestimmend, konnte aber wie zuletzt häufig die herausgespielten Chancen nicht nutzen und muß die direkte Champions-League-Qualifikation nun abhaken.

          Beim Abstiegs-Finale im Nürnberger Frankenstadion hatten nur die Gastgeber Grund zur Freude und erhielten nach dem 2:1 (1:0)-Erfolg gleich drei freie Tage. „Ich bin heilfroh, daß wir durch sind“, sagte Clubchef Michael A. Roth nach den Treffern von Markus Daun (21.) und Marek Mintal (85.). Die Bochumer schlichen angesichts des bevorstehenden fünften Abstiegs frustriert vom Feld. „Das ist mein bitterster Abstieg mit dem VfL“, bekannte Dariusz Wosz. Abwehrspieler Martin Meichelbeck sprach von einem „kleinen inneren Zusammenbruch“.

          „Ein ganz großer Tag“ in Mainz

          Auch Hansa Rostock kann nach der 0:3-Niederlage bei Bayer Leverkusen für die Zweite Liga planen. Dabei soll Jörg Berger wohl Chefcoach an der Ostsee bleiben. “Mein Vertrag gilt für die Zweite Liga“, sagte Berger nach der Niederlage gegen die auf einen internationalen Startplatz ambitionierten Leverkusener. Das Sturmduo Dimitar Berbatow (2) und Andrej Woronin erzielten die Treffer für Bayer. Berger: „Wir haben eine gute Rückrunde gespielt, aber wir wußten, das wir aus eigener Kraft kaum da unten rauskommen.“

          Durch die Niederlagen von Bochum und Rostock hat der FSV Mainz 05 trotz des 2:4 gegen den Rekordmeister aus München den Klassenverbleib geschafft. „Das ist emotional ein ganz großer Tag. Wir werden wohl erst nach der Saison richtig verstehen, was wir hier abgezogen haben“, freute sich der Mainzer Coach Jürgen Klopp. Für die in Meisterlaune angereisten Bayern traf „Tormaschine“ Roy Makaay gleich drei Mal, Michael Ballack erzielte den vierten Treffer und verteilte artig Komplimente an die Mainzer. „Das ist ein sympathischer Verein, der sich das redlich verdient hat“, befand der Nationalspieler.

          „Die Zuschauer sollten sich besinnen“

          Im Kampf um einen Champions-League-Platz hat sich der FC Schalke 04 auf Rang zwei festgesetzt. Ausgerechnet „Freibad-Toni“ Ailton, der am vergangenen Wochenende wegen unprofessionellen Verhaltens den Ärger der Vereinsführung auf sich gezogen hatte, machte den 2:0-Sieg bei Arminia Bielefeld mit seinem Treffer perfekt. Zuvor hatte Lincoln per Foulelfmeter getroffen. „Jetzt haben wir es allein in der Hand“, meinte Schalke-Manager Rudi Assauer.

          Begleitet von Pfiffen der unzufriedenen Fans sicherte sich der VfB Stuttgart erst in der 88. Minute durch Kevin Kuranyi den 1:0-Erfolg gegen Hannover 96. „Die Zuschauer sollten sich besinnen“, forderte VfB-Torhüter Timo Hildebrand. Stuttgarts Manager Herbert Briem sagte: „Die Zuschauer müssen endlich kapieren, daß wir Fans brauchen, die hinter uns stehen.“ Zwei Runden vor Saisonschluß haben die Schwaben immerhin noch zwei Punkte Vorsprung auf Rang vier.

          Trainerdiskussion in Kaiserslautern

          Auch Hertha BSC mußte sich den 3:1-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg durch die Treffer von Arne Friedrich, Marcelinho und Alexander Madlung hart erkämpfen. „Das ist eine der positiven Erkenntnisse aus dieser Saison, daß die Mannschaft in der Lage ist, sich am eigenen Schopf aus Problemen herauszuziehen“, sagte Hertha-Manager Dieter Hoeneß. Für die Wolfsburger, die ihren UI-Cup-Platz noch verlieren könnten, traf Martin Petrow zur 1:0-Führung.

          Den Wolfsburgern im Nacken sitzt der 1. FC Kaiserslautern, der durch den 2:1-Sieg gegen die bereits abgestiegenen Freiburger nur noch zwei Punkte hinter den Niedersachsen auf Rang neun liegt. Ob Interimscoach Hans-Werner Moser Trainer in der Pfalz bleibt, ließ Clubchef Rene C. Jäggi offen. „Wir brauchen einen Mann, der Respekt genießt und Visionen hat“.

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