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FAZ.NET-Spezial : Doll verbietet dem HSV Rechenspiele

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Wieder ein wichtiges Tor: Ballack leitet den Bayern-Sieg ein Bild: REUTERS

Der FC Bayern ist auf dem Weg zum 20. Meistertitel ein Stück weiter gekommen, doch Verfolger Hamburger SV wahrt mit vier Punkten Rückstand seine Chance auf Platz eins. In Nürnberg feiern die Fans „Wundertrainer“ Hans Meyer.

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          Der FC Bayern München ist auf dem Weg zum 20. Meistertitel ein Stück weiter gekommen, doch Verfolger Hamburger SV wahrt mit vier Punkten Rückstand seine Chance auf Platz eins.

          Auch ein blaues Auge des kurzfristig ausgefallenen Oliver Kahn konnte den 2:0-Sieg des Titelverteidigers aus München gegen Arminia Bielefeld nicht verhindern. „Wenn wir weiter so spielen, ist die Meisterschaft entschieden“, sagte Trainer Felix Magath. Manager Uli Hoeneß warnte vor Übermut. „Wir müssen vorsichtig sein, dürfen uns aber nicht verrückt machen lassen“. Der Tabellenzweite HSV schlug nach dem 2:0-Erfolg beim MSV Duisburg leise Töne an. „Wir sollten jetzt nicht anfangen zu rechnen“, meinte Trainer Thomas Doll. Im Tabellenkeller hat sich der 1. FC Nürnberg nach dem 3:2 gegen den 1. FC Kaiserslautern fast gerettet, während es für den 1. FC Köln und den MSV Duisburg kaum noch Hoffnung gibt. Bayer Leverkusen kletterte als zweitbeste Rückrundenmannschaft auf Rang fünf. In der torreichsten Partie rettete Jon Dahl Tomasson dem VfB Stuttgart nach 1:3-Rückstand beim 3:3 in Hannover immerhin einen Punkt. Ob Armin Veh Trainer bei den Schwaben bleibt, ist weiterhin fraglich.

          Pfiffe der Bayern-Fans für Ballack

          Edel-Reservist Mehmet Scholl war mit einer Vorarbeit und dem Treffer zum 2:0 der Matchwinner beim FC Bayern. Michael Ballack, Torschütze zum 1:0, wurde zuvor vom Münchner Publikum ausgepfiffen. „Es gibt überhaupt keinen Grund ihn auszupfeifen. Er bemüht sich, er macht ein Tor“, sagte Manager Uli Hoeneß. Kurios: Oliver Kahn mußte nach einem unglücklichen Schuß ans Auge beim Warmschießen auf einen Einsatz verzichten und verpaßt damit am letzten Spieltag gegen Borussia Dortmund sein 500. Bundesligaspiel. Der Hamburger SV nahm die Hürde beim Schlußlicht Duisburg auch ohne Rafael van der Vaart souverän und siegte durch die beiden Treffer von Uwe Möhrle (Eigentor) und Ailton. „Wenn wir die restlichen vier Partien gewinnen, wird es spannend“, sagte HSV-Profi Bastian Reinhard. Dabei müssen die Hanseaten allerdings noch gegen drei Teams aus dem oberen Tabellendrittel spielen.

          Kahn wird vor dem Spiel von einem Ball am Auge getroffen und verzichtet auf einen Einsatz

          Mannschaft der Stunde ist Leverkusen. Beim 2:1-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach durch die beiden Treffer von Simon Rolfes feierten die Rheinländer den vierten Sieg in Folge und kletterten auf Rang fünf. „Wir haben einen kleinen Lauf“, sagte Sportchef Rudi Völler. Die unglücklichen Borussen verloren Niels Oude Kamphuis durch Platzverweis und mußten frühzeitig auf den am Fuß verletzten Eugen Polanski verzichten. Der FC Schalke 04 und der SV Werder Bremen verpaßten jeweils durch ein Remis eine bessere Ausgangsposition für einen internationalen Wettbewerb. Die Bremer liegen nach dem 1:1 beim VfL Wolfsburg schon fünf Punkte hinter dem HSV. Schalke vergab beim 1:1 gegen den 1. FC Köln wohl die letzte Chance auf einen Champions-League-Platz. Dabei sicherte Zlatan Bajramovic Schalke den Punktgewinn erst in der Schlußphase.

          Eintracht in der Zwickmühle

          Hertha BSC hat nach dem 0:0 gegen Dortmund größere Chancen auf einen internationalen Startplatz als die Borussia. „Um noch einmal angreifen zu können, hätten wir gewinnen müssen“, meinte BVB-Profi Sebastian Kehl. Der 1. FC Nürnberg hat sich dank zwei weiterer Treffer von Robert Vittek mit dem 3:2 gegen Kaiserslautern so gut wie gerettet und wird wohl auch in der kommenden Saison von Hans Meyer trainiert. Eintracht Frankfurt und der FSV Mainz müssen nach dem torlosen Remis im direkten Duell weiter um den Klassenverbleib bangen. Den Frankfurtern war nach dem Einzug ins Pokalfinale unter der Woche nicht zum Feiern zumute. „Wir wissen in welch prekärer Situation wir sind. Wir wären naiv, wenn wir den Zweitliga-Fall nicht eingeplant hätten“, sagte der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen. Der 1.FC Köln (17.) und der MSV Duisburg (18.) haben vier Runden vor Saisonschluß wenig Hoffnung auf ein weiteres Erstligajahr. Am kommenden Samstag treffen beide Teams aufeinander, dem Sieger winkt immerhin noch die Möglichkeit auf Rettung.

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