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FAZ.NET-Spezial: 14. Spieltag : Wolfsburg verliert beim HSV auch die Tabellenführung

  • Aktualisiert am

Sein HSV stürzte den Tabellenführer: Thomas Doll Bild: REUTERS

Der HSV hat mit seinem 3:1-Sieg gegen Wolfsburg für einen Wechsel an der Tabellenspitze gesorgt. Bayern München steht nach 48 Spieltagen erstmals wieder ganz oben. Im zweiten Sonntagsspiel trennten sich Nürnberg und Hannover 1:1. FAZ.NET-Spezial.

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          Nach 18 Monaten hat der FC Bayern München erstmals wieder die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga erobert und seine Titelambitionen untermauert. Drei Tage vor der Champions-League-Partie gegen Maccabi Tel Aviv besiegte der Rekordmeister den 1. FC Kaiserslautern 3:1, profitierte aber bei der „Machtübernahme“ von der abermaligen Auswärtsschwäche des VfL Wolfsburg.

          Trotz einer Blitzführung von Thomas Brdaric, der sein Team am Sonntag nach nur 20 Sekunden in Führung schoß, unterlagen die „Wölfe“ beim Hamburger SV mit 1:3 (1:2) und mussten nach der durch Daniel van Buyten (40.), Sergej Barbarez (45.) und Romeo (90.+2) besiegelten vierten Auswärtspleite den Platz an der Sonne räumen.

          Frings: „Gelingt uns jetzt, auch mal ein Spiel umzudrehen“

          Insbesondere nach der Gelb-Roten Karte für Facundo Quiroga (71.) war es für den VfL schwer, das Spiel noch zu drehen. Im zweiten Sonntagspiel trennten sich der 1. FC Nürnberg und Hannover 96 mit 1:1. Marek Mintal (81.) glich mit seinem 11. Saisontor die Führung von Daniel Stendel (56.) aus.

          Hamburgs Sergej Barbarez nutzt Patrick Weiser nicht ganz regelgerecht als Absprunghilfe, Wolfsburg unterliegt beim HSV 1:3 und verliert die Tabellenführung

          „Wir haben jetzt eine Phase, wo es uns gelingt, auch mal ein Spiel umzudrehen“, sagte Torsten Frings, der wie Claudio Pizarro und „Shooting star“ Paolo Guerrero zu den Torschützen zählte. Auch der VfB Stuttgart (1:0 gegen Borussia Mönchengladbach) und der FC Schalke 04 (3:0 bei Bayer Leverkusen) bleiben in der Spitzengruppe dabei.

          Leverkusen rutscht ab

          Die Mannschaft der Stunde heißt allerdings Arminia Bielefeld. Der beste der drei Aufsteiger bezwang am Samstag Meister SV Werder Bremen mit 2:1 und setzte sich damit im oberen Tabellendrittel fest. „Das ist fantastisch. Aber deshalb werden wir unser Saisonziel nicht ändern“, meinte Bielefelds Trainer Uwe Rapolder nach dem Erfolg durch die Treffer von Fatmir Vata und Marco Küntzel. Die ins Mittelfeld zurückgefallenen Bremer hingegen müssen sich nach Meinung von Trainer Thomas Schaaf neu orientieren. „Vielleicht sollte man nicht so viel nach oben schauen, sondern sich auf die Spiele konzentrieren“, sagte der Werder-Coach.

          Dem FC Schalke 04 gelang mit dem vierten Sieg aus den letzten fünf Spielen bei Bayer Leverkusen die Fortsetzung der Erfolgsserie unter Trainer Ralf Rangnick. Zugleich beendeten die „Königsblauen“ mit dem 3:0-Erfolg die Heimserie der Leverkusener, die zuvor zu Hause unbesiegt waren. Ebbe Sand, Ailton und Lincoln erzielten die Treffer für die Schalker. „Eine tolle Mannschaft sind wir erst, wenn wir am
          Ende der Saison etwas vorzuweisen haben“, meinte Rangnick. Die Leverkusener hingegen rutschten vor dem Champions-League-Spiel bei Real Madrid erstmals in die unter Tabellenhälfte. „Daran werden wir zu knabbern haben“, befand Bayer-Profi Carsten Ramelow.

          Berger fehlen Sekunden zum Traumeinstand

          Die erste Niederlage für Borussia Mönchengladbach unter Trainer Dick Advocaat bescherte dem VfB Stuttgart nach den 0:3-Pleiten gegen Wolfsburg und Bayern München wieder ein Erfolgserlebnis. „Von einem Wendepunkt würde ich nicht sprechen, genauso wenig, wie ich vorher von einer absoluten Tragödie gesprochen habe“, meinte Coach Matthias Sammer, der sich beim 1:0 über das fünfte Saisontor von Nationalstürmer Kevin Kuranyi freuen durfte.

          Bei seiner Rückkehr in die Bundesliga fehlten Jörg Berger am Ende Sekunden zum Traumeinstand. „Das tut natürlich weh“, kommentierte der neue Coach von Schlußlicht Hansa Rostock den späten 1:1-Ausgleichstreffer von Hertha BSC durch Marcelinho. Dennoch zeigte sich das Team von der Ostsee verbessert und lag lange Zeit durch den Treffer von Thomas Rasmussen in Führung. „Die Handschrift des neuen Trainers in der taktischen Grundausrichtung war schon zu sehen“, befand Rostocks Clubchef Manfred Wimmer.

          Freiburg und Bochum in prekärer Lage

          Nach einer turbulenten Woche haben die Profis von Borussia Dortmund ihren Charaktertest nur mit Ach und Krach bestanden. Zwei erlösende Treffer der beiden Verteidiger Markus Brzenska und Ahmed Madouni bescherten dem BVB einen wichtigen 2:0-Erfolg gegen den SC Freiburg. Die Borussen-Fans feierten nach der Partie Trainer Bert van Marwijk, der zuletzt in der Kritik stand. „Das hat mir unheimlich gut getan“, bekannte der Niederländer.

          Ähnlich prekär wie für die Freiburger ist die Situation für den VfL Bochum nach der 0:1-Niederlage beim FSV Mainz 05. „Wie sich die Mannschaft in der ersten Halbzeit präsentiert hat, war unter aller Sau“, schimpfte VfL-Trainer Peter Neururer. Die vor eigenem Publikum weiterhin unbesiegten Neulinge aus Mainz kamen durch ein „Tor des Monats“ von Antonio da Silva zum knappen Sieg. „Jetzt können wir beruhigt den nächsten Spielen entgegenblicken“, sagte FSV-Stürmer Benjamin Auer.

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