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FAZ.NET-Spezial: 11. Spieltag : Gladbach stürzt die Bayern, Schalke schwebt, neue Hoffnung für Jara

  • Aktualisiert am

Vorerst gerettet: Kurt Jara Bild: dpa/dpaweb

Unter Interimstrainer Köppel haben die Gladbacher den Rekordmeister 2:0 besiegt. Schalke rückte auf Platz zwei vor. Am Sonntag kam Kaiserslautern zu einem 2:1 gegen Bielefeld - Trainer Jara darf bleiben.

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          Spitzenreiter VfL Wolfsburg feiert Martin Petrows „Viererpack“, Schalke 04 und Hannover 96 siegen in Serie, Rückkehrer Horst Köppel verdarb dem FC Bayern die Laune - und in Kaiserslautern geht der gefährdete Trainer Kurt Jara nach einem 2:1 gegen Arminia Bielefeld in die „Verlängerung“.

          Durch den Sieg - sichergestellt in letzter Spielminute durch den zweimaligen Torschützen Selim Teber (80./90.) - haben die Lauterer den letzten Tabellenplatz verlassen. Dort steht jetzt Hansa Rostock. Die Rostocker unterlagen im zweiten Spiel am Sonntag zu Hause dem 1. FC Nürnberg 0:2. Es war das sechste Heimspiel für Hansa in dieser Saison und die sechste Niederlage. Schroth traf zweimal für Nürnberg (56./59.).

          Nach der ersten englischen Woche in der Fußball-Bundesliga (Bundesliga: Ergebnisse und Tabelle) weht ein frischer Nordwind durch die Liga: Wolfsburg vorn, Hannover auf Rang vier und der Hamburger SV nach dem 1:1 bei Meister Werder Bremen weiter im Aufschwung. „Wenn es so weiter läuft, können wir uns länger oben festsetzen“, jubelte Martin Petrow nach seinen vier Treffern zum Wolfsburger 4:3-Erfolg über den FSV Mainz. Bayern München dagegen fiel beim Bundesliga-Comeback von Gladbachs Interimstrainer Köppel nach dem 0:2 in der Tabelle zurück.

          Bayern-Profi Ballack wehrt sich - vergeblich

          Schalker 2:0 nach 99 Sekunden

          Die Schnellschüsse auf Schalke prägten die wohl kurioseste Partie des Spieltages zwischen den Gelsenkirchenern und dem VfB Stuttgart. Bereits nach 99 Sekunden führten die Schalker durch Ailton und Lewan Kobiaschwili mit 2:0, nach gut einer halben Stunde und drei weiteren Treffern war die Begegnung zu Gunsten der Schalker 3:2 entschieden. „So ist Schalke ein guter Kandidat für die deutsche Meisterschaft“, befand Torschütze Ailton. „Das war ein fantastisches Spiel. Das wollen die Leute sehen“, meinte Schalkes Trainer Ralf Rangnick, der im fünften Spiel den fünften Sieg feierte.

          Zwei Verletzte, ein Platzverweis: Ausfälle in Mainz

          Besser als die Schalker ist zur Zeit nur der VfL Wolfsburg, der im Spitzenspiel gegen Neuling FSV Mainz 05 dank der Treffsicherheit des Bulgaren Petrows nach einem 0:2-Rückstand mit 4:3 die Oberhand behielt. „Da sieht man, wie gut die Moral in der Mannschaft ist“, meinte Nationalspieler Thomas Brdaric. Die Rheinhessen verloren zudem Mathias Abel (Gehirnerschütterung), Mimoun Azaouagh (Verdacht auf Kreuzbandriß) und Jürgen Kramny (Rote Karte). Einziger Wermutstropfen für Wolfsburg an diesem Wochenende: Der frühere Nationalspieler Marco Bode hat es abgelehnt, die Nachfolge von Peter Pander als Manager des VfL anzutreten.

          Traumhaftes Comeback für Köppel

          Ein traumhaftes Comeback feierte Borussia Mönchengladbachs Interimscoach Horst Köppel. Drei Tage nach der Entlassung von Holger Fach führte der frühere Profi die Gladbacher zum 2:0-Sieg durch die Treffer von Marcelo Pletsch und Joris van Hout gegen den FC Bayern. „Das darf jetzt keine Eintagsfliege sein“, forderte Köppel. Derweil erbosten sich die Bayern über den Platzverweis für Lucio. „Das ist der Hammer des Jahres“, schrie Uli Hoeneß. Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge meinte: „Das werden wir nicht akzeptieren“.

          Hannover 96 mit Rekordserie

          Auf einer ungewohnten Erfolgswelle schwimmt derzeit Ewald Lienen, der Hannover 96 nach dem 3:0 gegen den VfL Bochum erstmals in der Geschichte des Clubs zu fünf Bundesliga-Siegen in Serie geführt hat. „So eine Serie hatte ich zuletzt als 13jähriger bei TuS Schloß Holte“, scherzte Lienen nach dem Sprung auf Rang vier. Die Treffer erzielten Thomas Christiansen, Daniel Stendel und Leandro.

          Dortmunder Hoch hält an

          Mit dem zweiten 1:0-Sieg innerhalb von vier Tagen hat sich Borussia Dortmund nach dem Erfolg gegen Bayer Leverkusen aus der sportlichen Krise etwas befreit. „Beim Schlußpfiff bin ich vor Freude höher gesprungen als bei den Bundesjugendspielen“, sagte der designierte BVB-Präsident Reinhard Rauball. Den Siegtreffer gegen die auswärts sieglose Bayer-Elf erzielte Ewerthon. „Wer an der Spitze mitmischen will, muß auch mal auswärts gewinnen“, grantelte Bayer- Coach Klaus Augenthaler vor dem Champions-League-Spiel in Rom.

          HSV unter Doll weiter ungeschlagen

          „Unsere Ansprüche sind gewachsen. Wir wollen mehr“, sagte HSV-Torwart Martin Pieckenhagen nach dem 1:1 im Nordderby beim Meister Werder Bremen. Der Treffer von David Jarolim und die gute Leistung von Pieckenhagen sicherten dem HSV gegen den ersatzgeschwächten Meister den siebten Punkt im dritten Spiel unter Neu-Trainer Thomas Doll. Für die Bremer traf Christian Schulz.

          „Falsche“ Rote Karte in Freiburg

          Für Aufregung sorgte Schiedsrichter Wolfgang Stark in der Partie zwischen dem SC Freiburg und Hertha BSC Berlin. Der Unparteiische stellte mit Hertha-Profi Alexander Madlung den falschen Spieler vom Platz, da die geahndete Tätlichkeit Madlungs Kollege Dick van Burik begangen hatte. Nach dem Studium der TV-Bilder gab Stark seinen Fehler zu. Für die Berliner reichte es nach den Treffern durch Rafael Nando, Gilberto und Arne Friedrich zu einem 3:1-Erfolg. Cairo hatte Freiburg in Führung gebracht.

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