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FAZ.NET-Spezial: 10. Spieltag : Werder wieder im Kommen, Mainz feiert weiter

  • Aktualisiert am

Bremen, hier Torschütze Klose, hebt wieder ab Bild: REUTERS

Teil zwei des zehnten Bundesliga-Spieltages: In Unterzahl schlägt Bremen Stuttgart mit 2:1, der HSV deklassiert Freiburg, Mainz gewinnt auch gegen Rostock - und Gladbach entläßt Trainer Fach.

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          Die Zeit der Alleingänge scheint endgültig vorbei, die Fußball-Bundesliga gewinnt an Spannung (Bundesliga: Ergebnisse und Tabelle). Der Meister selbst inszenierte am zehnten Spieltag das Stück in großen Teilen neu: Werder Bremen verdarb dem VfB Stuttgart die Tabellenführung und setzt sich oben fest. Zwischen Spitzenreiter VfL Wolfsburg (21 Punkte) und dem mächtig aufstrebenden FC Schalke 04 an Position sechs (18) liegen nur drei Zähler - die Liga lebt, und mittendrin in der Spitze tummelt sich als Fünfter noch immer der kesse Neuling Mainz 05.

          Spätestens mit dem 1:2 gegen Bremen ist der VfB Stuttgart von der rauen Wirklichkeit eingeholt worden. Die schöne Serie ist passé, mit der zweiten Niederlage binnen vier Tagen verschenkten die Schwaben zudem Rang eins und bleiben punktgleich mit Rekordmeister Bayern München (beide 20) Zweiter. „Vor diesem Spiel war alles eitel Sonnenschein, jetzt sind wir wieder ein bißchen in der Realität“, sagte Trainer Matthias Sammer. Der VfB führte durch das Bundesliga-Debüttor von Mathieu Delpierre 1:0 und spielte ab der 66. Minute nur noch gegen zehn Bremer: Ludovic Magnin mußte wegen einer „Notbremse“ vom Platz.

          „Werder ist zurück im Kampf um die Meisterschaft“

          Doch später wurde der Schweizer Magnin trotz Roter Karte zum wahrscheinlich glücklichsten Mann des Abends: „Wir haben gezeigt, daß Werder zurück ist im Kampf um die Meisterschaft“, lautete Magnins Fazit, nachdem der Fünf-Millionen-Einkauf Miroslav Klose (78.) und Nelson Valdez (81.) aus dem 0:1 einen Sieg für Bremen gemacht hatten und Werder als Vierter zusammen mit Mainz (3:1 gegen Hansa Rostock) und Stuttgarts kommendem Auswärtsgegner Schalke (2:0 beim 1. FC Nürnberg) das Spitzentrio verfolgt.

          Die Bremer haben gut lachen: Trainer Schaaf und Torschütze Valdez

          Klopp: „Wieder einmal unglaublich“

          Auch in Mainz machen sich Kampf, Engagement und Fußball mit Herz weiter bezahlt. Nach dem 1:2 „auf Schalke“ glaubten viele den Spaß beim Aufsteiger beendet, „doch es ist wieder einmal unglaublich, was die Jungs geleistet haben. Für mich war das unsere stärkste Saisonleistung“, sagte Trainer Jürgen Klopp nach dem Sieg gegen die auswärts zuvor noch ungeschlagenen Rostocker. Jetzt kommt es am Samstag zur Top-Partie zwischen Wolfsburg und Mainz.

          Vierter Sieg für Schalke unter Rangnick

          Daß Trainerwechsel die erhofften Wirkungen zeigen können, machen die Profis aus Schalke und Hamburg ihren Kollegen in Mönchengladbach vor: Die „Königsblauen“ haben unter Ralf Rangnick mit dem 2:0 durch Tore von Ailton und Ebbe Sand beim 1. FC Nürnberg im vierten Bundesligaspiel zum vierten Mal gewonnen, beim HSV gelang Thomas Doll mit dem 4:0 gegen den SC Freiburg der zweite Sieg im zweiten Spiel - auch dank eines überragenden Sergej Barbarez, der die Breisgauer mit drei Toren (28./51./57.) fast im Alleingang bezwang.

          Woronin-Gala in Leverkusen

          Auch beim 3:2-Erfolg von Bayer Leverkusen gegen Arminia Bielefeld gab es einen dreifachen Torschützen: Andrej Woronin. Der Ukrainer, eigentlich immer im Schatten des Angriffsduos Dimitar Berbatow/Franca stehend, nutzte die von Trainer Klaus Augenthaler gewährte Chance zu einer Gala. „Das ist ein Supergefühl. Ich wollte endlich zeigen, was ich kann“, kommentierte Woronin seine Treffer zum 2:1 (50./54.) und 3:2 (78.), nachdem der auswärtsstarke Rekord-Aufsteiger Bielefeld durch Delron Buckley (20.) in Führung gegangen war und Fatmir Vata (72.) ausgeglichen hatte.

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