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FAZ.NET-Europokal-Spezial : Wolfsburger Glanzstück - Bremer Tiefpunkt

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Lichtblick Wolfsburg: Der VfL feierte (s)einen 5:1-Heimsieg Bild: ddp

Zwei Siege, drei Unentschieden, eine Niederlage: Die Ausbeute der Fußball-Bundesligaklubs auf europäischer Ebene kann sich in dieser Woche einigermaßen sehen lassen. Wolfsburg trumpfte dabei groß auf. Alle Spiele auf einen Blick im FAZ.NET-Spezial.

          Zwei Siege, drei Unentschieden, eine Niederlage: Die Ausbeute der Fußball-Bundesligaklubs auf europäischer Ebene kann sich in dieser Woche einigermaßen sehen lassen. Für ein Glanzlicht sorgte der VfL Wolfsburg mit seinem 5:1 gegen im Uefa-Pokal gegen Heerenveen. Der VfB Stuttgart (2:0 gegen Belgrad), Schalke 04 (1:1 bei Racing Santander) und Hertha BSC (0:0 bei Metalist Charkow) haben gute Chancen auf den Einzug in die nächste Runde. In der Champions League hat der FC Bayern nach dem 1:1 in Florenz alle Möglichkeiten, das Achtelfinale zu erreichen - Werder Bremen dagegen blamierte sich im Heimspiel gegen Athen (0:3) kräftig - und steht vor dem Aus.

          Schalker Remis bei Racing Santander

          Der FC Schalke kam am Donnerstag abend zu einem Teilerfolg bei Racing Santander. Die „Königsblauen“ holten beim 1:1 einen Punkt und sind der K.o.-Runde ein gutes Stück näher gekommen. Der Niederländer Orlando Engelaar bescherte den Schalkern mit seinem ersten Pflichtspieltreffer den Ausgleich. Schlussmann Manuel Neuer hielt den Punktgewinn mit mehreren Paraden schließlich fest. „Ich kann mit dem Remis gut leben“, sagte Trainer Fred Rutten. Mit dem Unentschieden verteidigte Schalke, das am ersten Spieltag Paris St. Germain mit 3:1 Toren bezwungen hatte, mit dem achten Pflichtspiel in Folge ohne Niederlage die Tabellenführung in der Gruppe A (siehe: Uefa-Cup: Schalker Punktgewinn bei Racing Santander).

          Die Wolfsburger Uefa-Cup-Premiere gegen Heerenveen verlief äußerst erfolgreich

          Wolfsburger Kantersieg gegen Heerenveen

          Der VfL Wolfsburg hat am Donnerstag eine höchst erfolgreiche Premiere in der Gruppenphase des Uefa-Pokals gefeiert. Die Mannschaft von Trainer Felix Magath bezwang nach einer beeindruckenden Leistung den SC Heerenveen mit 5:1 (2:1) Toren. Nach dem Rückstand durch ein Tor von Mika Väyrynen nach einer halben Stunde sorgten Edin Dzeko und Grafite noch vor der Pause für die Wolfsburger Führung. Zvjezdan Misimovic, abermals Dzeko sowie Jacek Krzynówek bauten den Vorsprung im zweiten Abschnitt aus. „Am Anfang sind wir nicht so gut ins Spiel gekommen, aber das Gegentor hat uns wachgerüttelt. Nach meinem 3:1 war das Spiel entschieden. Der Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung“, sagte Spielmacher Misimovic. Das Magath-Team könnte nun schon am 27. November bei Sporting Braga den Einzug in die nächste Runde klar machen (siehe: Uefa-Cup: Wolfsburger Torreigen gegen Heerenveen).

          Gomez sei Dank: Stuttgart hofft

          Auch der VfB Stuttgart hat den ersten Sieg einfahren können. Torjäger Mario Gomez erzielte beide Treffer beim 2:0 gegen Partizan Belgrad im Stuttgarter WM-Stadion. Der VfB nährte durch den erster „Dreier“ am zweiten Gruppenspieltag die Hoffnungen auf die K.o.-Runde und kann der nächsten Aufgabe bei Sampdoria Genua (27. November) nun etwas gelassener entgegensehen. Für Gomez waren es die Treffer Nummer vier und fünf im laufenden Wettbewerb - und für die Schwaben eine Erlösung. „Es war ein verdienter Sieg und eine ordentliche Leistung von uns“, freute sich VfB-Trainer Armin Veh (siehe: Uefa-Cup: Stuttgart feiert gegen Belgrad ersten Gruppensieg).

          Hertha ohne Durchschlagskraft im Angriff

          Hinten dicht und vorne harmlos: Hertha BSC Berlin hat trotz einer engagierten Vorstellung den ersten Sieg in der Uefa-Cup-Gruppenphase verpasst. Die Berliner spielten beim ukrainischen Vertreter Metalist Charkow gut mit, kamen aber nicht zum erlösenden Siegtreffer. Mit zwei Unentschieden hat die Mannschaft von Trainer Lucien Favre noch alle Chancen aufs Weiterkommen - ein Sieg gegen Galatasaray Istanbul (27. November) ist jedoch Pflicht, wollen die Berliner die Gruppenphase überstehen. „Ich sehe das positiv: Wir haben einen Punkt gewonnen - und nicht zwei liegen gelassen“, formulierte Trainer Favre nach der Nullnummer am Donnerstag (siehe: Uefa-Cup: Berliner Nullnummer in der ukrainischen Kälte).

          Bayern in der „Königsklasse“ auf Erfolgskurs

          Schon am Mittwoch ist der FC Bayern dank des 1:1 beim AC Florenz dem Champions-League-Achtelfinale ein großes Stück näher gekommen. Die Münchner spielten vor allem im ersten Durchgang unter ihren Möglichkeiten und gerieten durch Adrian Mutu früh in Rückstand. Nach dem Seitenwechsel verbesserte sich die Leistung der Bayern, sie kamen durch Tim Borowski zum verdienten Ausgleich und hätten am Ende sogar noch gewinnen können. „Es ist kein Zufall, dass wir die letzten Spiele ohne Probleme gedreht haben“, betonte Trainer Jürgen Klinsmann, dessen Mannschaft in den vergangenen sechs Spielen fünf Mal den Halbzeit-Spielstand drehen konnte. Dem Rekordmeister genügt nun in drei Wochen gegen das bereits ausgeschiedene Team aus Bukarest ein Punkt zum Weiterkommen (siehe: Champions League: Der FC Bayern müht sich zu einem 1:1 in Florenz).

          Werders peinlicher Auftritt im Weserstadion

          Werder Bremen hatte dagegen bereits am Dienstag in der Champions League eine heftige 0:3-Heimniederlage gegen Panathinaikos Athen einstecken müssen. Die Norddeutschen sind damit weiter ohne Gruppensieg und können als Tabellenschlusslicht das Achtelfinale so gut wie abhaken. Werder präsentierte sich vor eigener Kulisse erschreckend schwach und musste in der zweiten Hälfte Gegentreffer von Evangelos Mantzios, Georgios Karagounis und Alexandro Tziolis hinnehmen. Trotz der mageren Ausbeute von nur drei Punkten haben die Bremer noch theoretische Chancen aufs Weiterkommen: Der Bundesliga-Zehnte muss in den beiden letzten Gruppenspielen bei Famagusta (26. November) antreten und empfängt abschließend Inter Mailand (9. Dezember). Trainer Thomas Schaaf sieht sein Team trotz der zuletzt wenig erfolgreichen Wochen nicht in einer Krise. „Wir sind nicht so verunsichert, dass wir keinen Ball mehr treffen. Wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen.“ (siehe 0:3 gegen Panathinaikos - Bremen blamiert sich)

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