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Rot-Weiß gegen Weiß-Rot : Farben sorgen für Spott und Ärger bei Pokalfinale

  • Aktualisiert am

Farbenlehre beim Pokalfinale: Hier ist viel Rot und viel Weiß im Spiel. Bild: EPA

Eigentlich sind Trikots und Hosen dazu da, um Fußballteams farblich gut zu unterscheiden. Leipzig und Bayern aber trugen im Pokalfinale die gleiche Kombination. Wie kam es nur zu dieser Auswahl?

          Rot-Weiß gegen Weiß-Rot: Die ungewöhnliche Farbauswahl beim Pokalfinale zwischen Bayern München und RB Leipzig (3:0) hat für einen großen Aufreger gesorgt. Im Internet hagelte es Spott, viele Zuschauer im Stadion und an den TV-Bildschirmen hatten Probleme beim Auseinanderhalten der Teams. Doch die meisten Spieler kamen damit trotz anfänglicher Skepsis gut zurecht.

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          „Vor dem Spiel fand ich es komisch, im Spiel war es überhaupt kein Problem“, sagte Bayern-Verteidiger Mats Hummels, der jedoch auch anmerkte: „Theoretisch hätte man es auch anders lösen können.“ „Ich fand es schon vor dem Spiel etwas komisch, die Ansetzung“, sagte Bayerns Thomas Müller. „Aber jetzt nach dem Spiel ist es mir egal. Für die Schiedsrichter war es sicher nicht leicht.“

          Der Leipziger Spielmacher Emil Forsberg meinte, die Farbkombinationen seien „ein bisschen zu ähnlich“ gewesen, „aber es wurde so entschieden und war okay“. RB-Torhüter Peter Gulacsi, der eine leuchtend gelbe Kombination trug, war anderer Meinung: Es war keine glückliche Wahl. Auch für die Spieler auf dem Feld war es manchmal schwer, den Unterschied zu erkennen.“

          Kritik gab es auch von Rekordnationalspieler Lothar Matthäus. Man sehe „nur rot-weiß oder weiß-rot. Das ist nicht der Kontrast, den wir uns wünschen. Das irritiert natürlich“, sagte Matthäus bei Sky. Als offizielles Heimteam hatte Leipzig das Erstrecht bei der Trikotwahl und entschied sich für weiße Trikots sowie rote Hosen und Stutzen. Die Münchner wollten offenbar nicht auf ihr Auswärtstrikot ausweichen und präsentierten stattdessen ihr neues rotes Heimjersey samt weißen Hosen und Stutzen.

          Laut Statuten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) müssen beide Teams Farben tragen, „durch die sie sich klar voneinander sowie von den Spieloffiziellen unterscheiden“. Schiedsrichter Tobias Stieler sah offenbar keinen Grund, den Bayern ein andersfarbiges Auswärtstrikot aufzuzwingen. Allerdings wurde entschieden, dass die Bayern nicht wie ursprünglich geplant in roten Stutzen antreten durften.

          Auch im Internet hagelte es Kritik, die Bayern entgegneten diese mit Humor. Sie twitterten ein Video von ihrem früheren Profi Sammy Kuffour im Bayern-Trikot, der wie einst auf dem Rathausbalkon sang: „Wir wollen rot-weiße Trikots!“ Dazu der Spruch: „Ob sich  Sammy Kuffour heute immer noch rot-weiße Trikots wünscht?“

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