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Interview zu Gewalt im Fußball : „Hooligans sind heute professioneller“

Die Ausschreitungen in Chemnitz haben bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Bild: dpa

Für Fanforscher Robert Claus sind die Ausschreitungen von Chemnitz und die Beteiligung von Hooligans überhaupt nicht überraschend. Fußball sei eines von drei zentralen Elementen rechter Erlebniswelten.

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          Robert Claus, 35 Jahre alt, ist Fanforscher und Experte für Hooliganismus. Seit 2013 arbeitet er in der Kompetenzgruppe „Fankulturen und Sport bezogene Soziale Arbeit“. Er ist Autor des im Werkstatt-Verlag erschienenen Buches „Hooligans – Eine Welt zwischen Fußball, Gewalt und Politik“.

          Michael Wittershagen
          Zuständig für den Sport in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Herr Claus, die Auseinandersetzungen in Chemnitz am Sonntag und Montag haben gezeigt, dass rechtsextreme Hooligan-Gruppen an Einfluss gewonnen haben. Hat Sie das überrascht?

          Überhaupt nicht. Die rechte Szene im Raum Chemnitz hat eine lange Geschichte, verschiedene „Kameradschaften“, und terroristische Netzwerke wie der NSU kommen darin vor, sie ist auch in der Hooligan-Szene verwurzelt. Wer die Geschichte rechter Gewalt verfolgt hat, wusste, dass es wieder zu einem solchen Ausbruch der Gewalt kommen kann. Die Frage war nur: Wann?

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