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Fall FC Sion : Fifa droht der Schweiz

  • Aktualisiert am

Schwenkt der FC Sion nicht ein, könnte der gesamte Schweizer Fußball leiden Bild: REUTERS

Schlägt sich der Schweizer Verband im Fall Sion nicht auf die Seite der Fifa, droht der Weltverband mit Suspendierung. Das hätte auch Auswirkungen auf deutsche Mannschaften.

          Dem Schweizer Fußball stehen nach einer unmissverständlichen Fifa-Drohung turbulente Tage bevor. Bis zum 13. Januar muss der nationale Verband SFV den Streit um den Klub FC Sion im Sinne des Weltverbandes regeln, sonst droht der Ausschluss von der großen Fußball-Bühne. Das teilte die in Zürich ansässige Fifa nach der Sitzung ihres Exekutivkomitees am Samstag in Tokio mit.

          Schert der SFV nicht auf die Fifa-Linie ein, dürfte Bayern Münchens Champions-League-Gegner FC Basel am 22. Februar nicht zum Achtelfinale gegen den deutschen Rekordmeister antreten. Länderspiele wie der EM-Test der deutschen Auswahl gegen die Eidgenossen am 26. Mai würden aus dem Terminkalender gestrichen.

          Hintergrund ist die Auseinandersetzung um den Einsatz nicht spielberechtigter Akteure durch den Schweizer Pokalsieger FC Sion. Die Fifa verlangte vom Verband, dass alle Partien, in denen diese Spieler bei Sion zum Einsatz kamen, als verloren gewertet werden. Insgesamt geht es um 16 Punkte in der Schweizer Meisterschaft.

          „Ich bin nicht überrascht über den Entscheid. Die Fifa hat viele Fehler gemacht und lässt dafür nun die anderen zahlen“, meinte Sions Klubchef Christian Constantin. Er plant juristisch gegen die Fifa-Verantwortlichen vorzugehen. Der Schock saß am Wochenende tief in der Schweiz.

          „Ich bin nicht überrascht über den Entscheid. Die Fifa hat viele Fehler gemacht und lässt dafür nun die anderen zahlen“: Sions Klubchef Christian Constantin

          „Fifa droht uns - Blatter schießt scharf“, titelte das Boulevardblatt „Blick“ in seiner Onlineausgabe. SFV-Präsident Peter Gilliéron sagte der Nachrichtenagentur si: „Wir sind enttäuscht vom Entscheid der Fifa, weil unsere Argumente nicht gewürdigt wurden. Unserer Meinung nach haben wir die Transfersperre gegen den FC Sion durchgesetzt“, betonte der Verbandschef.

          Auf Konfrontationskurs gehen will er aber nicht: „Wir werden das Gespräch suchen.“ Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hatte den Klub wegen des Verstoßes gegen ein Transferverbot bereits aus der Europa League ausgeschlossen. Der Internationale Sportgerichtshof Cas hatte dies am Donnerstag bestätigt. Der FC Sion will das Urteil vor dem Schweizer Bundesgericht anfechten.

          Für Spiele der nationalen Liga hatte die Swiss Football League (SFL) eine Sperre der Spieler ausgesprochen. Diese war von einem Schweizer Gericht aufgehoben worden. Diesem Urteil hatte sich die SFL bislang gebeugt. „Das ist ein unabhängiges Organ. Wir können darauf keinen Einfluss nehmen“, sagte Gilliéron. In der laufenden Meisterrunde liegt der FC Sion nach 18 Spielen mit 31 Punkten auf Platz drei.

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